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SZENISCHE LESUNG

»Die meisten Theaterleute sind (natürlich gibt es Ausnahmen) Arschgesichter«, so poltert er los, der große Marsch, der sich von kultivierten Theatersichtweisen zu Kapitalismuskritik und politischer Korrektheit durcharbeitet und schließlich bei der Philosophie und Menschheitsgeschichte landet. Nicht weniger als die Überwindung der Wirklichkeit, ja des Todes durch das Theater ist dabei das hochfliegende Ziel des Autors. Eine politisch überkorrekte Schauspielerin führt durch diese absurd-komische Revue, in der u.a. Angela Merkel, Bakunin und Prometheus in Erklärungsnöte kommen.

Lotz’ Text gilt als unspielbar, sprengt übermütig und provokant sämtliche Mittel des Theaters und ist zugleich äußerst komisch. In einer szenischen Lesung präsentieren vier Schauspieler*innen diese grotesk schräge Theatershow.

Als »Der große Marsch« im Frühjahr 2020 als szenische Lesung vorbereitet wurde, war lange unklar, ob es bald eine Aufführung vor Publikum geben würde, daher wurde eine Aufzeichnung für einen Stream gemacht. Da wir nun schon so lange nicht mehr spielen dürfen, kommt nun die frisch geschnittene Videoversion der szenischen Lesung als dreiteiliger Stream aus dem Theater ins Netz.

Viel Spaß mit den großen Fragen des (politischen) Theaters bei Wolfram Lotz’ »Der große Marsch«!

FOLGE 1. Mo. 15. 2. 2021 — Do. 18. 2. 2021 18.00 Uhr online
FOLGE 2. Mi17. 2. 2021 — Sa20. 2. 2021  18.00 Uhr online
FOLGE 3. Fr19. 2. 2021 — Mo22. 2. 2021 18.00 Uhr online

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