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Monolog nach dem gleichnamigen Roman

Für die Bühne bearbeitet von Thilo Voggenreiter 

Premiere 28. 8. 2021

Inge Lohmark unterrichtet Biologie und Sport in einer Kleinstadt in Vorpommern.  Sie schwört auf Frontalunterricht, auf Darwins Lehre der natürlichen Auslese – die sich in Verachtung gegenüber ihren Schüler:innen ausdrückt – und auf die Anpassung an sich ändernde Verhältnisse. Durch ihr starres biologistisches Weltbild gerät sie immer mehr in Konflikt mit ihrer Umgebung: Sie sieht darüber hinweg, dass eine ihrer Schülerinnen gemobbt wird, versucht zu verdrängen, dass ihre Tochter Claudia wohl nie mehr aus den USA zurückkehren wird, und gerät innerhalb der Lehrer:innenschaft immer mehr in die Isolation. Vor allem jedoch ignoriert sie, dass die Schule in vier Jahren aufgrund sinkender Schüler:innenzahlen geschlossen werden wird und auch sie sich den schmerzhaft veränderten Umständen anpassen muss. Je mehr ihr Dasein Risse bekommt, desto härter wird Inge Lohmark gegen ihre Schüler:innen und sich selbst. Als sie plötzlich Gefühle für eine Schülerin entwickelt, die über das ihr erlaubte Maß hinausgehen, gerät ihre feste Welt ins Wanken.

Der gefeierte Roman von Judith Schalansky – von der Autorin ironisch »Bildungsroman« genannt – erzählt mit präziser Nüchternheit und komischer Lakonie von der Lebenskrise einer prinzipienstrengen Biologielehrerin, zugleich aber auch von der Krise einer ganzen Region im Umbruch.

Diese Inszenierung entstand unter Berücksichtigung der coronabedingten Auflagen.

Regie Thilo Voggenreiter
Bühne, Kostüme Elisabeth Pedross
Dramaturgie Elisabeth Gabriel

Mit Susi Wirth

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