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Ausstellung von Martin Müller & Paul Ghandi

Sinnlichkeit ist eng verbunden mit weichen Formen. Weiche Formen können gleichzeitig Weiblichkeit wie Nacktheit suggerieren. Nacktheit ist etwas Intimes, doch nicht grundlegend Erotisches. Sie stimuliert die Spielarten der Kunst und bietet eine gute Basis zum künstlerischen Spiel. Zudem ist ihr Wesen ein sehr ehrliches. Und Ehrlichkeit ist eine Tugend. So kommt es zum Spiel der Formen mit den Kurven der Freiheit. Welche Rolle spielen hier natürliche Rundungen und welche vielleicht künstliche? Wie kann man sie beide vereinen? Diesen Versuch macht Martin Müller (freiberuflicher Musiker/Künstler) mit seinen Aktmodellen mithilfe von Luftballons, denn neben den homogenen Formen konvexer und konkaver Art eint sowohl Frau als auch Ballon doch dieses: Sie sind belastbar und sensibel zugleich.

Zudem: Was entsteht, wenn sich die Natürlichkeit eines nackten Körpers mit der Kunst einer kreativen Hand paart? Verwandlungen sind die Bilder aus dem Projekt „Fornamentik“ im doppelten Sinne. Zum einen beschreibt dieser Titel den rein technischen Aspekt der Verarbeitung von Fotografien zu Drucken und schließlich zu Zeichnungen. Zum anderen umfasst er die Verwandlung von Momentaufnahmen zu Geschichten und zurück zu Momentaufnahmen. Ausgangspunkt eines jeden Werkes ist eine Fotografie von Martin Müller. Diese Momentaufnahme wird von Paul Ghandi (Bildhauer, Maler, Grafiker) weiterbearbeitet. Mit Bleistift, Kohle und Ölkreide macht er sich daran, vorhandene Strukturen im Hintergrund, auf den Gesichtern und Körpern zu erfühlen, zu verbinden, zu kontrastieren, weiterzudenken und zu verwandeln. Mit dem ihm eigenen zerlegten und zerlegenden Blick versenkt er sich in die Atmosphäre einer jeden Vorlage und setzt die dabei vor dem geistigen Auge entstehenden Geschichten in abstrahierende Überzeichnungen um.

Die Ausstellung „Formenspiel & Fornamentik“ ist vom 28. September bis zum 3. Oktober im Buckau Laden (Ernst-Reuter-Allee 8, Magdeburg-Altstadt) zu sehen.

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