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»Lesen Sie – lesen Sie – lesen Sie viel. Lesen Sie alles.«, sagte der Schriftsteller Henry James. Dieses Motto lebt der Literaturklub am Schauspielhaus. 2009 durch die Dramaturgie des Theaters ins Leben gerufen, treffen sich nun schon seit 10 Jahren Literaturbegeisterte ein- bis zweimal monatlich zum angeregten Austausch über ein gemeinsam gelesenes Werk, welches in der Runde vorgeschlagen und ausgewählt wird.

Von A wie Chinua Achebe bis Z wie Stefan Zweig und dazwischen 580 weitere Bücher, wie von Bernhard Schlink, Jenny Erpenbeck, Franz Kafka, Mary Shelley’s »Frankenstein« oder Voltaire’s »Candide«, immer wieder gerne auch angebunden an aktuelle Inszenierungen des Theaters – was die Möglichkeit bietet, noch einmal anders auf das zuvor Gelesene zu schauen. Ob Klassiker oder neue Literatur, ob europäisch, amerikanisch, asiatisch oder afrikanisch –  alle Zeiten und Kontinente werden erkundet. Im Sprechen über die Bücher werden auch die Zeitumstände ihrer Entstehung und die Biografien der Autor*innen beleuchtet. Die Gruppe sucht das Gespräch über das »Schöne, Gute, Wahre und Alberne, Überflüssige und Banale« (Zitat nach Denis Scheck). Vielleicht bleiben dabei auch manchmal »alle Fragen offen«, nur sprachlos wird sie nie. Die Literatur regt zu immer wieder neuen interessanten Überlegungen über Gott, die Welt und das Leben an.

Der Club lädt alle, die ebenfalls an Literatur Freude haben, herzlich ein, gelegentlich, des Öfteren oder regelmäßig dabei zu sein mit Vorschlägen und/oder Leselust.

Harry Mulisch »Das steinerne Brautbett«
Di. 19. 10. 2021     19.30 Uhr     Opernhaus Café Rossini
Anmeldung unter: caroline.rohmer@theater-magdeburg.de 
Eintritt frei

Zwölf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg fährt der Amerikaner Norman Corinth zu einem Kongress in das immer noch zerstörte Dresden. Begegnungen und Auseinandersetzungen stürzen ihn, der als Mitglied einer Bomberbesatzung an dem schicksalhaften Angriff auf Dresden beteiligt war, in Verwirrung. Noch einmal erlebt Corinth Anflug und Abschuss des Bombers – bis sich die Krise in einem Heilschlaf löst. Mit diesem Prosadrama einer vorübergehenden, heilsamen Selbstentfremdung ist Harry Mulisch bereits 1959 ein Buch gelungen, das die Schuldaufrechnung der ehemaligen Kriegsgegner furchtlos beiseite räumt, um eine Begegnung mit den Leiden und Schmerzen des Kriegs zu ermöglichen.

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