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Im Rahmen der Aktionswochen »Eine Stadt für alle« der Initiative weltoffenes Magdeburg

»Ich will mich nicht durch die Zeit durchschleichen, ich will nicht, wenn es vorbei ist, über mich denken: Ich habe es überstanden. Ich will jetzt etwas tun, mit euch zusammen.«

Die kraftvolle Erzählung von Anna Seghers, die 1945 während ihres Exils in Mexiko entstand, stellt die unbeantwortbare Frage, wann der „richtige“ Zeitpunkt ist, um sich gegen ein menschenfeindliches System zur Wehr zu setzen, und wann die Möglichkeiten für Veränderungen verpasst sind. Sie führt die Geschichte einiger Figuren aus dem Roman „Das siebte Kreuz“ weiter: Franz Marnet, Hermann Schulz und und Dr. Kreß, die vor dem Krieg auf unterschiedliche Weise halfen, den KZ-Flüchtling Georg Heisler außer Landes zu bringen, arbeiten mittlerweile in einer Waffenfabrik, als am 22. Juni 1941 der Krieg gegen die Sowjetunion eröffnet wird. Gemeinsam mit Paul Bohland und anderen Kollegen, verabreden Hermann und Franz, dass sie an den Handgranaten die sie herstellen, kleine Sabotageakte verüben wollen. Kreß, den sie nur flüchtig kennen und dessen Haltung zum Nazi-Regime unklar ist, hat die Endkontrolle. Doch auch er hält dicht, als er die Sabotage entdeckt. In einem Sturm auf ein ukrainisches Dorf knapp zwei Jahre später, werden diese Handgranaten versagen. Doch bis die Gestapo die Saboteure ermittelt, sind Franz und Paul längst selbst an die Ostfront eingezogen …

Carmen Steinert und Christoph Bangerter lesen diese berührende und aufrüttelnde Geschichte, die zu Solidarität und Zivilcourage aufruft, gemeinsam in einer gekürzten Version im Livestream auf Facebook und unserer Theaterwebseite. Wer den Livestream verpasst kann sich die Lesung noch sieben Tage nachträglich ansehen.

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