Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Naemi Eifler:
Antisemitismus: aktuelle Erscheinungsformen und Impulse für Handlungsoptionen

Antisemitismus ist ein aktuelles und gesamtgesellschaftliches Problem und Ausdruck struktureller Diskriminierung. Dies geht nicht nur aus aktuellen Studien wie bspw. Antisemitismus an Schulen (Bernstein 2020) oder Antisemitismus im Netz (Schwarz-Friesel 2019) hervor, sondern zeigt sich auch an den sogenannten Corona-Demos oder am rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge und den Kiez-Döner in Halle.

Voraussetzung, um gegen Antisemitismus zu handeln ist es, Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen und Verwobenheiten mit anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit wie bspw. Rassismus und Antifeminismus zu erkennen. Entsprechende Sensibilisierungen und die Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung stehen im Mittelpunkt des Vortrags. Darüber hinaus werden erste Impulse für die Entwicklung von Handlungsoptionen gesetzt, um sich mit Juden_Jüdinnen zu solidarisieren und Antisemitismus unterbrechen zu können.

Naemi Eifler ist Sozialarbeiterin (M.A.), Social Justice und Diversity Trainerin und Ausbilderin sowie Lehrbeauftragte. Naemi Eiflers Fokus liegt auf einem (Be)Denken und Bearbeiten Struktureller Diskriminierungen in intersektionaler Perspektive, insbesondere mit den Schwerpunkten Antisemitismus, Klassismus, und Sexismus/Queerfeindlichkeit. Auseinandersetzungen mit Entstehungsprozessen und Effekten diskriminierender Politiken verbindet Naemi Eifler u. a. mit berufsethischen Fragestellungen sowie der Entwicklung diskriminierungskritischer Handlungsstrategien für Theorie und Praxis Sozialer Arbeit. Aktuell ist Naemi Eifler wissenschaftliche Mitarbeiterin der Alice Salomon Hochschule Berlin und forscht für das Promotionsvorhaben zu antisemitismusimplizierenden Dynamiken von Hate Speech im Queerfeminismus. Naemi Eifler ist als Predoc gefördert über das Hochschulprogramms „DiGiTal – Berliner Hochschulprogramm für Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen“. Das Programm wird vom Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP) finanziert.

Veranstalterin: Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung der Universität Halle

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung via Stud.ip oder Email an: sabine.woeller@verwaltung.uni-halle.de

Nach oben