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Sexualität kann sehr unterschiedlich gelebt werden. In der Regel wird sie als etwas sehr Privates und Intimes empfunden. Sie ist etwas, das sehr schön und lustvoll ist und zugleich ein Akt des Vertrauens, der verletzlich macht.

Wird von sexuellen Übergriffen gesprochen, haben viele Menschen nur Gedanken an strafrechtlich relevante Handlungen wie Vergewaltigungen im Kopf und distanzieren sich von dem Wort und seinen Implikationen: „So etwas ist furchtbar und mir noch nicht passiert.“ Bei näherer Betrachtung jedoch kennt fast jede Frau (und auch viel mehr Männer als sie es sich eingestehen mögen) das Gefühl von sexualisierter Übergriffigkeit in unzähligen Varianten:

Die unerwünschte Hand auf deinem Bein.
Das „Nachgeben“, wenn dein*e Partner*in Sex haben möchte, du selbst aber eigentlich gerade keine Lust hast.
Das eindringliche von Kopf bis Fuß gemustert werden durch Unbekannte in der Bahn.
Manchmal kannst du gar nicht richtig benennen, was es ist, aber die Atmosphäre im Raum wird aufgrund der Anwesenheit einer anderen Person merkwürdig unangenehm und du beginnst dich unwohl zu fühlen, obwohl eigentlich noch gar keine übergriffige Handlung passiert ist.

Es gibt viele Beispiele, die unser Unbehagen auslösen und die wir gern abtun: „So schlimm war das doch nicht.“ „Eigentlich ist doch gar nichts passiert.“

In ihrem Vortrag geht Dami Charf den Auswirkungen von diesen vielen scheinbar nicht so schlimmen Übergriffen nach und erforscht die Zwischenbereiche und Graustufen: Wo beginnt ein Übergriff? Was passiert bei einem Übergriff? Wann wird Sexualität zu einem Mittel der Machtausübung? Welche Auswirkungen hat das? Was kann ich tun, wenn ich eine Situation als übergriffig erlebe? Und was kann ich tun, um sicherzugehen, auf andere nicht übergriffig zu wirken? Wie kann ich Grenzen achtsam begegnen – meinen eigenen und denen anderer?

Du hast Fragen zum Thema? Wunderbar! Sende sie bis zum 31. Oktober 2020 an sabine.woeller@verwaltung.uni-halle.de und Dami Charf wird deine Frage im Vortrag aufgreifen. Deine Frage wird vertraulich behandelt und dein Name nicht genannt.

Dami Charf ist Diplom-Sozialpädagogin, soziale Verhaltenswissenschaftlerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeitet mit Schwerpunkt als Traumatherapeutin. Sie ist Autorin zweier Bestseller. Seit über 20 Jahren arbeitet sie im Feld der körperorientierten Psychotherapie und ist seit über 30 Jahren als Lehrende in Seminaren und Vorträgen tätig. Sie schrieb bereits ihre Diplomarbeit über sexualisierte Gewalt, entwickelte die Methode der Somatischen Emotionalen Integration und bietet u.a. Online-Selbsthilfekurse an.

Veranstalterin: Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung der Universität Halle

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung via Stud.ip oder per Mail an: sabine.woeller@verwaltung.uni-halle.de

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