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Ausgewählte Gedichte zum Weltfrauentag 2021

„Ihre Gedichte enthalten ganze Welten: west-östliche Landschaften und Befindlichkeiten, Alltags- und Märchenszenarien, visionäre Utopie und lakonische Einsichten, berückende Erinnerungsbilder und abgründige Todesmetaphern. Nicht nur die Vielfalt der Motive überrascht, sondern auch die der Register: zwischen heiter und melancholisch, zwischen verträumt und schonungslos direkt.“ (Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung 2009)

Die weißrussisch-amerikanische Lyrikerin Valzhyna Mort, geboren 1981 in Minsk, gilt immer noch als Geheimtipp in der Literaturszene, obwohl ihre Gedichte und Kurzgeschichten auf englisch, weißrussisch, schwedisch und deutsch erschienen sind. Mort setzt sich offensiv und selbstbewusst mit Themen wie weiblicher Lust, Körper, Natur und den unterschiedlichen Facetten von Begehren auseinander. Ihre Texte schweifen zwischen Erinnerungen, Appellen und Träumen. Ihre Sprache ist von Natur- und Körpermotiven durchsetzt, die Erzähler*inneninstanz wechselt manchmal sprunghaft.

Valzhyna Mort lebt mittlerweile in Washington D.C. und lehrt an der Cornell University, Ithaka, USA. Ihr lyrisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Im Sommersemester 2013 bekleidete sie die Siegfried-Unseld-Gastprofessur für Osteuropäische Literatur an der Humboldt-Universität Berlin. Mort arbeitet als Übersetzerin, Autorin und Lyrikerin. Im Suhrkamp Verlag sind von Mort erschienen: Tränenfabrik (2009) und Kreuzwort (2013).

Anlässlich des Weltfrauentages im März lesen die Ensemblemitglieder Alrun Hofert, Viktoria Miknevich und Nils Rovira-Muñoz ausgewählte Gedichte Valzhyna Morts ein.