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10.11 Rassismus im Rechtsstaat – Madeleine Henfling
https://www.facebook.com/events/741306386460141/

24.11 Rassismus in der Entwicklungszusammenarbeit – Angelika Heller
https://www.facebook.com/events/1024947627947747/

01.12 Kulturelle Aneignung – kultivierte Aufregung – Tsepo Bollwinkel
https://www.facebook.com/events/695171584423383/

08.12 Rassismus in der Bildung – Şeyda Kurt
https://www.facebook.com/events/340116983946628/

15.12 Rassismus im/und Feminismus – Dr. Natasha A. Kelly
https://www.facebook.com/events/925552524642675/

Unsere Gesellschaft ist von rassistischen Strukturen durchzogen. Rassismus äußert sich unter anderem in institutionellen Strukturen, in sozialen Bewegungen, in der Entwicklungszusammenarbeit und nicht zuletzt auch in politischen Räumen. Wir werden in diese Gesellschaft und deren rassistische Systeme hineingeboren und durch sie sozialisiert. Hanau und Halle sind extreme Beispiele und zugleich Ausdruck davon, dass rechtsradikale und rassistische Weltbilder gegenwärtig offen artikuliert werden. Rassismus beginnt allerdings nicht erst, wenn eine Person andere Menschen ermordet und lässt sich nicht auf rechtsradikale Kreise reduzieren. Rassismus beginnt und reproduziert sich in unbedachten Sätzen, in politischen Debatten und auch in (vermeintlich) aufgeklärten Kreisen. Deshalb ist es umso wichtiger, sich diese Strukturen bewusst zu machen, um aktiv gegen sie angehen zu können.

Ausgehend von der Gesellschaftsdiagnose Rassismus soll die Vortragsreihe dessen institutionelle Verankerung in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern sowie die Wirkung von Vorurteilen und Klischees im Alltag sichtbar machen. Sie lädt zu diesem Thema mehrheitlich BPoC-Expert*innen ein, damit diese von ihren Forschungen und eigenen Erfahrungen berichten können. Die Veranstaltungsreihe möchte zu einer Debatte beitragen, wie wir als und innerhalb der Gesellschaft Rassismus entgegenwirken können. Die Veranstaltungsreihe ist daher keine Reaktion auf rassistisch-ideologische Gewaltausbrüche, sondern legt den Fokus auf die gesamtgesellschaftlichen rassistischen Zustände, die solche Ausbrüche überhaupt erst ermöglichen.

Das Aufzeigen rassistischer Strukturen ist gerade auch in der Stadt Jena und an der Friedrich-Schiller-Universität wichtig. Nicht zuletzt, da die Kernmitglieder des NSU-Komplexes ihre Wurzeln in Jena haben. Auch die 2019 veranlasste „Jenaer Erklärung. Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung.“ zur sogenannten „Rassenlehre“ verdeutlicht die Aktualität und Relevanz des Themas.

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