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19. Mai (Mittwoch) 18 Uhr
Pia Lamberty: Verschwörungserzählungen und Antisemitismus

Verschwörungserzählungen haben eine lange Geschichte. Dennoch wurden sie lange im wissenschaftlichen und medialen Diskurs nicht ernst genommen und oft als „Spinnerei“ verharmlost. Erst mit der Pandemie wuchs das gesellschaftliche Bewusstsein, dass der Glaube daran, dass geheime Mächte Gesellschaft schaden wollen, ernsthafte Konsequenzen haben kann.
Welche brutale Kraft diese Ideologien haben können zeigt sich auch darin, dass viele rechtsextreme Terroranschläge der letzten Jahren über sie legitmiert wurden. Rechtsextreme Online-Communities befördern die Erzählungen, glorifizieren die Täter:innen und regen Nachahmungen an. Antisemitismus ist dabei oft das Betriebssystem hinter dieser Ideologie.
Dies hat sich auch während der sogenannten „Querdenken“-Proteste immer wieder gezeigt. Bundesweit kam es zu antisemitischen Vorfällen, bei denen Jüdinnen_Juden für die Pandmie verantwortlich gemacht wurden oder die Schoah geschichtsrevisionistisch umgedeutet wurde.