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— digitale Formate & einzelne Veranstaltungen vor Ort in Halle (Saale) —

Hashtags wie #MeToo rücken es ins kollektive Bewusstsein: Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt (kurz: SDG) ist nach wie vor ein aktuelles, jedoch oftmals tabuisiertes Thema. Sie kann in allen gesellschaftlichen Bereichen vorkommen – Wissenschaftsinstitutionen als Studien- und Arbeitsorte sind davon nicht ausgenommen und deshalb verpflichtet, in ihrer räumlichen und kulturellen Infrastruktur Diskriminierung, sexueller Belästigung und Gewalt aktiv entgegenzutreten.

Während es an den Institutionen nur wenige offiziell gemeldete Fälle gibt, legen Untersuchungen nahe, dass die Dunkelziffern hoch sind. Häufig schweigen Betroffene: aus Angst vor negativen Konsequenzen für ihre berufliche oder private Zukunft, Scham, Ohnmachts- und Schuldgefühlen, Selbstzweifeln, weil sie keine Ansprechstellen kennen, sich bei diesen nicht gut aufgehoben fühlen oder es keine ausreichende Struktur gibt, die in einem solchen Fall greift. Erfolgt jedoch keine angemessene Unterstützung, können die Auswirkungen für betroffene Personen und Institutionen gravierend sein: belastende körperliche und psychische Folgeerscheinungen können zu Vermeidungsverhalten, Krankheit, Leistungsabfall und Kündigung bzw. Studienabbruch führen.

In unserer Themenwoche möchten wir mit Ihnen dieses komplexe und wichtige Thema insbesondere mit Blick auf alle an einer Wissenschaftsinstitution tätigen Menschen beleuchten. Es sollen sowohl rechtliche Rahmenbedingungen, Schutzlücken sowie Handlungspflichten und -möglichkeiten diskutiert als auch Raum für Erfahrungsaustausch geschaffen werden.

Für Handlungssicherheit kommt es auch auf Details an. Wir richten daher einen gezielten Blick auf Spezifika sowohl der Diversität von betroffenen Personen (insbesondere bezüglich verschiedener Statusgruppen und unterschiedlicher Betroffenenheit von weiteren Diskriminierungsformen wie Rassismus, Ableismus oder LGBTIQ*-Feindlichkeit) als auch der Verschiedenheit der Wissenschaftsinstitutionen selbst (bezüglich deren Größe, Ausstattung, thematischen Ausrichtung etc.). Dies beabsichtigen wir in allen Programmpunkten mitzudenken und thematisieren es zudem explizit in den Gesprächsrunden am Freitag.

Die Themenwoche richtet sich gleichermaßen an Studierende, Leitung, Verwaltung, Lehrende sowie Forschende und zielt auf eine Bestärkung und Befähigung zu (pro)aktivem und sicherem Handeln von Akteur*innen. Sie versteht sich als Grundlage für neue sowie Bekräftigung bereits bestehender Kooperationen und der Auslotung gemeinsamer Vorhaben, Maßnahmen und Regelungen.

Wir möchten dazu einladen, das Thema SDG nicht zu tabuisieren, sondern aktiv Schutz- und Präventionskonzepte zu entwickeln, die einen Umgang ermöglichen, der allen Involvierten weiterhilft, sowie eine Arbeits- und Studienatmosphäre schafft, in der sich alle wohlfühlen und ihre Potenziale nutzen können.

Die Möglichkeit zur Anmeldung und aktuelle Informationen finden Sie unter:
diskriminierungsschutz.uni-halle.de/tagung-sdg/

https://blogs.urz.uni-halle.de/praeventionsstelle/files/2020/09/200923-Programmheft.pdf

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VERANSTALTER*INNEN:

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit
Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung der Uni Halle

Gleichstellungsbüro der Uni Halle

Gleichstellungskommission der Hochschule Merseburg

Büro für Gleichstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
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IN KOOPERATION MIT:

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
Koordinierungsstelle Genderforschung&Chancengleichheit Sachsen-Anhalt – KGC
FEM POWER
Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und Universitätsklinika Sachsen-Anhalt (LaKoG)
Netzwerkstelle AGG Sachsen-Anhalt des Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V.
StuRa Uni Halle
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GEFÖRDERT VON:

Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt e.V.
GEW Sachsen-Anhalt
ver.di
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Titelgrafik: Sophie Pischel und Luise Menz

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