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Hanau, NSU & NSU 2.0 – Rassistische Kontinuitäten und antirassistische Widerstände in Hessen

Workshop mit Ayşe Güleç & Gözde Saçıak

Dauer: 90 Minuten
Anmeldung unter workshop@temporarydialects.org

Ayşe und Gözde laden zu einem offenen, gemeinsamen Gespräch ein. Sie werden von ihrem eigenen antirassistischen Engagement und ihren Verbindungen mit- und zueinander sprechen. Dazu gehören insbesondere Überlegungen zum antirassistischen Widerstand in Hessen. Dabei laden sie dazu ein miteinander zu überlegen, was Widerstand und Engagement bedeuten und wie Allianzen und Nachhaltigkeit dabei aussehen können.

Ayşe Güleç ist Pädagogin, Kuratorin und forschende Aktivistin und arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Kunstvermittlung, Antirassismus, Migration sowie gemeinschaftlich basierter Bildung und Entwicklung. Seit 2019 ist sie Teil des kuratorischen Teams der documenta fifteen. Von 1998 bis 2016 war sie im soziokulturellen Kulturzentrum Schlachthof für die Bereiche Migration und lokale, regionale und europäische kulturelle Vernetzung zuständig. 2007 hat sie den Beirat der documenta 12 entwickelt und wurde in der Folge auch Sprecherin der Gruppe. 2012 bildete sie als Mitglied der dOCUMENTA (13) Maybe Education Group Kunstvermittler*innen für die Ausstellung aus. Von 2016 bis 2017 war sie Leiterin des Bereichs Community Liaison der documenta 14, stellte Verbindungen zwischen Künstler*innen und gesellschaftspolitischen Kontexten her und koordinierte The Society of Friends of Halit als Teil von Parliament of Bodies für die Ausstellung und das öffentliche Programm. Von 2018 bis 2019 hat sie im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main den Bereich Kunstvermittlung geleitet. Sie ist Teil der Initiative 6. April.

Gözde hat in Oxford Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften und in Frankfurt (Main) Friedens- und Konfliktforschung studiert. Gözde forscht und arbeitet hauptsächlich zu rassistischen Morden und Anschlägen im Deutschland der Gegenwart und dem Gedenken an diese. Dazu engagiert sich Gözde auch politisch, zum Beispiel durch die Mitorganisation von Gedenkveranstaltungen oder Übersetzungen. Darüber hinaus hat Gözde den feministischen Verein Lautere Mittel in Frankfurt mitbegründet, der Betroffene sexualisierter Gewalt unterstützt.