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Eine Stadtrauminszenierung
Konzept und Text von Meret Kiderlen und Kim Willems
Textmitarbeit Andreas Mihan
Sounddesign von Karolin Killig
Uraufführung

1989: Die Massen, die durch Leipzig ziehen, die Züge aus Prag, die durch Dresden fahren, die überforderten Grenzsoldaten nach Schabowskis Maueröffnung – diese Bilder kennen wir. Aber wie fühlt sich Magdeburg in dieser flirrenden Zeit an? An welchen Orten werden neue gesellschaftliche und persönliche Entwürfe denkbar? Und welche Höhenflüge, Abstürze und Überschläge vollführen die Menschen anschließend vor und hinter den Fassaden dieser Stadt? Der November ’89 beerdigt ein System und öffnet einen Strauß von Möglichkeiten – die Beschriftung von Uniformen ändert sich wöchentlich, Parkplätze herrenloser Ladas bilden eine Spielwiese für Halbstarke, Punks besetzen Villen, Schauspieler- und Techniker*innen das Theater.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Berliner Mauerfalls begab sich das Performance-Duo willems&kiderlen 2019 auf Spurensuche in Magdeburg und entwickelte ein Gedankenspiel des Augenblicks: Was wäre, wenn die Stadt heute ein, zwei, viele Utopien von damals leben würde? In einem »hörbaren« Stadtspaziergang versetzen sich die Zuschauer*innen in Situationen des Aufbruchs, verfolgen Spuren der Aneignung und den einsetzenden Kampf um Freiräume, um darüber einen utopischen Blick auf das Heute einzuüben.

Regie: Meret Kiderlen, Kim Willems
Sounddesign: Karolin Killig
Dramaturgie: Laura Busch, Elisabeth Gabriel

Mit Jacqueline Brösicke, Undine Schmiedl, Thomas Koch, Giselher Quast und den Erinnerungen und Stimmen von Nadja Gröschner, Gabriele Herbst, Iris von Possel, Bettina Wernowsky, Kordula Zollenkop, David Begrich, Andreas Bernsdorf, Sören Falcke, Roland »Franz« Jeske, Andreas Ulrich u.a.

Foto: Andreas Lander

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