Gesprächsabend: „Verquickung neue Rechte, Querdenker, Rassismus & queer-Feindlichkeit“

202230Nov19:0022:00Gesprächsabend: „Verquickung neue Rechte, Querdenker, Rassismus & queer-Feindlichkeit“Volksbad Buckau19:00 - 22:00

Event Details

Der LSVD Sachsen-Anhalt e. V. lädt in Kooperation mit dem Volksbad Buckau zum Gesprächsabend ein: Welche Veränderung von Narrativen der radikalen Rechten in den letzten 10 bis 15 Jahren, besonders auf den Aspekt des Instrumentalisierens queer-feindlicher und antifeministischer Positionen gibt es? Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass LSBTIQ*-feindliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu immer mehr Hetze und im schlimmsten Fall auch zu Gewalt führen. Hasskriminalität gegen LSBTIQ* ist aber kein gesellschaftlicher Zustand, sondern wird von rechts gezielt kultiviert, um von der Inhaltslosigkeit der eigenen politischen Positionen abzulenken. Diese Aspekte sowie der Stellenwert von Rassismus in aktuellen rechten Diskursen werden zunächst auf dem Podium, dann auch mit dem Publikum diskutiert.
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🗣️👥 Eingeladen sind Mo Asumang, Andreas Kemper und Juliana Franke.
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📅 30. November 2022, 19.00 Uhr
📍 Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage
💸 Eintritt frei
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🗣️ Mo Asumang wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin. Sie moderierte die Sendung „Liebe Sünde“ mit einer wöchentlichen Quote von 2,0 Bis 3,0 Millionen Zuschauer*innen. Seitdem arbeitet sie als Moderatorin, Produzentin, Regisseurin, Schauspielerin und Dozentin. Als Schauspielerin ist Mo Asumang u. a. im Film „The Ghostwriter“ in der Rolle der US-Außenministerin Condoleezza Rice zu sehen. Das Multitalent verbrachte aber in den letzten Jahren einen Großteil ihrer Zeit damit, sich dem Thema Rassismus und Integration zu widmen. Auslöser dafür war eine Morddrohung der Neo-Naziband „White Aryan Rebels“, die in einem Lied sangen „Die Kugel ist für dich, Mo Asumang“. Dieser Schock inspirierte Mo zu einer filmischen Spurensuche “Roots Germania” nach ihrer Identität als Schwarze-Deutsche.
In ihrem Dokumentarfilm „Road To Rainbow“ – Willkommen In Südafrika“ (2010) hinterfragt Mo Asumang, wo nach Ende der Apartheid in Südafrika der Traum von Gleichberechtigung geblieben ist. Ihre Suche nach sozialer Gerechtigkeit kommt nicht von ungefähr. Mo kam mit nur fünf Wochen ins Kinderheim, wurde von Pflegeeltern und ihrer Oma aufgezogen. Themen wie Courage, Gerechtigkeit oder soziales Engagement sind bei Mo tief verwurzelt.
In ihrem Dokumentarfilm „Die Arier“ 2014, („Grimme Preis“ – nominiert 2015), in dem Mo internationale Rassisten, Den Ku-Klux-Klan und die wahren Arier trifft, spürt man neben der Aktivistin und Filmemacherin immer auch den empfindsamen Menschen.
Mit Haltung, aber ohne Vorurteile: Bereits in ihrem erfolgreichen Dokumentarfilm „Die Arier“ hat Mo Asumang gezeigt, dass sie auf Menschen mit extremen Weltanschauungen zugehen kann.

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, besucht Mo Asumang weltweit Schulen und Universitäten, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen.
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🗣️ Juliana Franke bringt auf ihrem Youtube-Kanal Unruly Juli die Lebensrealitäten von trans Menschen in Deutschland an die Öffentlichkeit. In Interviews und detaillierten Analysen gesellschaftlicher Marginalisierung vermittelt sie ein realistisches Bild der bedrohlichen Lebenssituationen, in denen sich viele trans Menschen wiederfinden. Die Absurdität reaktionärer transfeindlicher Narrative lässt sie dabei im Vorbeigehen zutage treten, ohne deren gesellschaftliche Anschlussfähigkeit zu unterschätzen.

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Zeit

(Mittwoch) 19:00 - 22:00

Ort

Volksbad Buckau

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