Yippie Yeah! Sie kommen nach Magdeburg. Am 24. November ab 20 Uhr könnt ihr die Band mit dem großartigen Namen auf dem Moritzhof beim Konzert in der HofGalerie erleben. Wir haben im Vorfeld Marlène von „Yippie Yeah“ gebeten, uns ein paar Fragen zu beantworten. Et voilà:

1) Wie und wo habt ihr euch kennengelernt? Im Beschreibungstext auf Kreismusik findet sich die Formulierung, dass ihr euch heimlich getroffen habt. Ist die Entstehung von „Yippie Yeah“ ein Tabu?

Haha 🙂 Ja, Yippie Yeah ist ein Tabu. Viel zu optimistisch, viel zu düster, viel zu uneintütbar, um öffentlich besprochen zu werden.
Nein. Diese kleine musikalische Insel mit zwei so tollen Bandmitgliedern gefunden zu haben, hat sich für mich so heilig angefühlt, dass ich anfangs Angst hatte, dass sie sich in Luft auflöst, wenn ich von ihr spreche. Daher das ‚heimlich‘.
Peter und ich haben uns vor etwa vier Jahren auf dem ‚Heimspiel‘ kennengelernt, einem sehr netten Festival, das von Gisbert zu Knyphausen und seiner Familie organisiert wird.
Kristina wurde mir vor drei Jahren von einer sehr guten Freundin und ebenfalls fantastischen Musikerin vorgestellt.

2) Was bedeutet euch „Yippie Yeah“ (der Name, die Band, die Musik)?

Yippie Yeah ist die permanent gelebte Herausforderung an uns selbst, trotz Allem nicht aufzugeben. Dafür braucht man eine kleine Portion Naivität, eine kleine Portion gute Laune und den Willen sich den ganzen Wahnsinn, der auf unserer Erde geschieht, trotzdem voll reinzuziehen.

3) Eure erste gemeinsame EP ist seit zehn Monaten auf der Welt. Wie
fühlt sich das an?

Fantastisch!! Sie macht langsam schon erste Schritte und kann ‚Yippie Yeah‘ sagen. Aber die Hormone sind wieder voll am Start, lassen die Strapazen der Geburt vergessen und die Sehnsucht nach einer zweiten ins Kaum-Aushaltbare wachsen.

4) Komponiert ihr die Lieder gemeinsam?

Der erste Wurf kommt immer von mir: Text, Melodie und Harmonieverläufe. Das Arrangement passiert zu dritt und macht die Songs zu den Perlen, die sie dann sind.

5) Ihr singt auf Deutsch und auf Englisch. Könnt oder wollt ihr euch nicht entscheiden? Kommen eventuell noch weitere Sprachen hinzu?

Die Lieder kommen entweder auf deutsch oder englisch zu mir. Ein – zwei französische sind auch schon dabei. Warum das so ist, kann ich nicht erklären, aber ich mag es, weil dadurch mehr Chancen bestehen, verstanden zu werden. In einer Welt, in der sich jedes Land aus vielen verschiedenen Nationalitäten und Sprachen zusammensetzt, macht das für mich einfach mehr Sinn.

6) Ihr habt die Verpackung der EP selbst designt. Wie wichtig war euch das? Warum wolltet ihr die CD’s selber verpacken und macht ihr das weiterhin selbst, auch mit dem Versand?

Wir hatten Lust günstig zu bleiben und nicht so viel Müll zu produzieren und so hat Peter eine komplett plastikfreie Papphülle designt, die wir in tagelanger Arbeit selbst gefalzt, gecuttet und gefaltet haben. Hier gibt’s ein Video dazu.
Wenn die Leute weiterhin so fleissig kaufen, werden wir das auch noch einige Zeit weiterfalten 🙂 Die LP-Hülle ist auch aus Pappe und sogar selber besiebdruckt.

7) Was hat euch in eurem Leben dazu motiviert, selber Musik zu machen? Gibt es eine Alternative?

Die Musik selbst. All das was sie ist, was sie bewirkt, was sie berühren kann.
Ich habe immer auch getanzt. Der Tanz ist keine Alternative, aber ein wunderbarer Mit-, Neben- oder Gegenspieler.

8) Was steht ganz oben auf eurer Wunschliste für die Zukunft?

Spielen, spielen, spielen!!

9) Was verbindet ihr mit Magdeburg?

Dienstag und Mittwoch.
Der Vater meiner Tochter hat lange dort an der Uni gearbeitet und musste jede Woche pendeln.

10) Mit wem würdet ihr gern mal einen Pfeffi trinken?

Mit gesprächsbereiten AfD-Wählern. Am liebsten mit allen. Aber nacheinander 🙂

 

Foto: Peter Bartz

About Lydia Flössel

Lydia ist immer dabei, wenn es um Theater geht. Und Literatur. Und Musik. Und Kino. Kultur ist ein wichtiger Teil ihres Lebens und sie hat durch Magdeboogie die Chance bekommen, darüber zu schreiben. Gern hilft sie auch beim Abtippen von Interviews und ist mit Leidenschaft dabei, wenn es um die Frage geht: “Und wer bereitet das Protokoll für das nächste Redaktionstreffen vor?”.

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