Stell dir vor: ein altes Schloss mitten im Grünen, das jahrelang im Dornröschenschlaf lag. Jetzt wird es für ein Wochenende zum Treffpunkt für Musik, Kunst und Menschen aus ganz Europa. Das ist das CoSy Festival – ein Ort, an dem Gegensätze aufeinandertreffen und miteinander verschmelzen: historische Architektur & elektronische Beats, regionale Wurzeln & internationale Einflüsse, Kunst & Nachhaltigkeit.
Wir haben mit Laura aus dem Orgateam gesprochen und erfahren, warum das Festival weit mehr ist als ein klassisches Rave-Wochenende.

Das CoSy wird von einem jungen, internationalen Team ehrenamtlich organisiert – getragen vom gemeinnützigen Verein Love Foundation e.V., der seit 2019 auch in Magdeburg aktiv ist. Mit viel Herzblut bauen sie jedes Jahr ein Festival auf, das Musik, Kunst und nachhaltige Kultur unter einen Hut bringt.
Hinter dem CoSy Festival steckt ein Kollektiv junger Menschen aus ganz Deutschland und Europa, organisiert unter dem Dach der Love Foundation e.V. – einer gemeinnützigen, offenen Community, die seit 2019 auch in Magdeburg aktiv ist. Ihre Mission: Ein Denkmal in einen pulsierenden Raum für zeitgenössische Musik, moderne Kunst und nachhaltige Kultur verwandeln.
„Wir wollten ein Projekt schaffen, das weit über ein klassisches Musikfestival hinausgeht“, erzählt uns Laura. „Ein Ort, der Gegensätze zusammenbringt: historische Architektur und digitale Kunst, lokale Verwurzelung und internationale Einflüsse, Ökologie und Innovation.“
Der Name CoSy ist also kein Zufall. Er steht für Contrasts in Symbiosis* – ein Anspruch, der das Festival in jeder Facette prägen will.
(*=Kontraste in der Symbiose)
Warum gerade Dornburg?
Der Ort wirkt auf den ersten Blick überraschend. Schloss Dornburg bei Gommern – jahrzehntelang verborgen, ungenutzt, fast vergessen. Genau das reizte die Macher*innen: „Wir wollten dem ländlichen Raum kulturelle Aufmerksamkeit schenken und gleichzeitig ein einzigartiges Kulturerbe mit neuen Ansätzen füllen“, sagt sie. Die lokale Community? Hat die Crew mit offenen Armen empfangen und unterstützt das Projekt aktiv.

Mehr als Beats: Ein kulturelles Gesamterlebnis
Seit seiner Premiere hat sich das Festival rasant entwickelt. Mehr Bühnen, mehr Künstler*innen, ein erweitertes Gelände – und immer stärker verankert im historischen Kontext. Internationale Acts wie Teenage Mutants, Sarah Wild oder Sven Weisemann treffen auf regionale Kunstschaffende und Kollektive auf der Umgebung – vor allem aus Magdeburg.
„Das Highlight ist die Vielfalt selbst“, sagt das Orga Team. „Musik, Bildende Kunst, Performances – alles greift ineinander und wird durch die Kulisse des Schlosses zu einem Gesamterlebnis.“
Dazu gibt’s eine kostenfreie Kunstausstellung, kuratiert vom Partnerkollektiv Creator e.V. – offen für alle, auch ohne Festival-Ticket.
Zwischen Idealismus und Realität
Awareness, Nachhaltigkeit und Inklusion sind beim CoSy kein Aushängeschild, sondern wollen gelebt werden.
Nachhaltigkeit – Ökostrom, Mehrwegsysteme, regionale Partner*innen und bewusster Ressourceneinsatz.
Awareness – kein Platz für Sexismus, Rassismus oder andere Menschenfeindlichkeiten.
Inklusion – barrierearmer Zugang und solidarische Preismodelle, um den Besuch für alle möglich zu machen.
Ein Festival dieser Größenordnung ehrenamtlich zu stemmen ist kein Spaziergang. „Die größte Herausforderung ist es, mit einem kleinen Kernteam und begrenzten Mitteln ein hochwertiges, nachhaltiges und inklusives Event auf die Beine zu stellen“, so das Team. Dazu kommt die sensible Arbeit im denkmalgeschützten Gebäude und der ständige Dialog mit Behörden, Anwohnenden und Partner*innen.
Fahrt vorbei und lasst euch überraschen! Das CoSy ist ein sweetes Festival mit Raum für Begegnungen, Kunst und Musik. Ein Wochenende, das inspiriert, verbindet und neue Perspektiven eröffnet. Und das direkt vor eurer Haustür – in einer Kulisse, die ihresgleichen sucht.
Fotos: Robin Thiele
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