Unser dritter Kiezspaziergang führt uns nach Stadtfeld, einer der beliebtesten Stadtteile unter Studierenden, jungen Familien und (Ur-) Magdeburger*innen. Durch die Augen von Franziska Briese und Maria Camila Ruiz Lora vom “Im Stadtfeld” Geschäftsstraßenmanagement konnten wir neue Lieblingsorte entdecken und mal horchen was die beiden eigentlich im Kiez so anstellen.

Wo sind wir gerade und was macht ihr hier? Was hat es mit diesem Ort auf sich?

Wir befinden uns grad in dem neuen Büro des Geschäftsstraßenmanagements von Stadtfeld, das da heißt “Im Stadtfeld”. Hier sollen Sprechstunden stattfinden, in erster Linie Beratungen. Der Raum ist aber auch so groß, dass er Platz für Veranstaltungen bietet: Diskussionsrunden, Vorträge und der allerschönste Vorteil, den wir noch haben, ist der schöne Innenhof, der im Moment etwas verlassen aussieht, weil der Teich gerade ist wie er ist und aber im Frühjahr neu angelegt wird und dann wirds auch wieder schön, das macht ganz viel nochmal mit dem Hof.

Wer wird von euch angesprochen? An wen denkt ihr, wenn ihr von Sprechstunden, Veranstaltungen, Diskussionsrunden sprecht?  

Als das Geschäftsstraßenmanagement ganz allgemein sind wir in erster Linie für die Gewerbetreibenden in Stadtfeld da. Da haben wir auch diese schöne Kulissenkarte, da kann man quasi noch einmal genau sehen, welche Gebiete dazu zählen.

Es gibt ein Fördergebiet, das ausgewiesen wurde und innerhalb dieses Fördergebiets gibt es ein Stadtteilzentrum. Die Besonderheit in Stadtfeld ist, dass es zwei Stadtteilzentren sind, einmal auf der Großen Diesdorfer Straße und einmal die Olvenstedter Straße. Und wir sind in erster Linie Ansprechpartnerinnen für die Gewerbetreibenden an diesen Achsen. Diese können uns ansprechen, aber auch für Bürger*innen, eigentlich für alle Nutzer*innen und auch verschiedene Akteur*innen im Stadtteil, eigentlich kann jeder kommen, dem der Stadtteil am Herzen liegt. Wir versuchen dann mit allen Kräften zu unterstützen wo wir können.

Das Projekt ist ja ganz frisch gestartet und wir wollen jetzt natürlich den Stadtteil durch eure Augen sehen und ihr entscheidet, wo wir als erstes hingehen.

Wir laufen aus dem Innenhof auf die Große Diesdorfer Straße. Diese und die Olvenstedter Straße sind ja ewig lang und unsere Arbeit umfasst nicht die gesamte 6km lange Diesdorfer Straße. Es gibt auf diesen Zentrenachsen jeweils nochmal Schwerpunkte. Es gibt vier Punkte, die wir bedienen, die ja auch zwei Stadtteile umfassen: Stadtfeld Ost und Stadtfeld West.

Wir laufen jetzt von der Großen Diesdorfer 249 los. Welches ist denn euer erstes Ziel?

Wir gehen jetzt mal zuerst in unsere Hood in die Olvenstedter Straße, da beginnen wir den Spaziergang, weil es dort sehr schön ist, weil viel los ist, es hat eine hohe Aufenthaltsqualität, der Straßenraum ist schön gestaltet, es gibt Bäume, es stehen kleine Tischchen vor den Cafés, ich find´s ganz schnuckelig dort.  

Was uns natürlich immer interessiert sind die Menschen, die in dem Stadtteil leben, wer wohnt denn so in Stadtfeld?


Stadtfeld-Ost ist ja mit Abstand der jüngste Stadtteil Magdeburgs, mit der allerhöchsten Geburtenrate, der mit den meisten Kindern, Familien und auch Akademiker*innen. Er hat schon eine gewisse Urbanität, ich sag immer “es ist der kleine Prenzlauer Berg Magdeburgs”.

Wollt ihr noch was zu euch sagen? Wer seid ihr was verbindet euch mit Magdeburg?

Mein Name ist Maria Camilla, ursprünglich komme ich aus Kolumbien und wohne seit knapp 5 Jahren hier in Magdeburg, studiere Cultural Engineering und ich finde Magdeburg bietet genau das, was man braucht. Man hat nicht zu viel, man hat nicht zu wenig. Ich sehe in Magdeburg ein Riesenpotenzial in der Kulturszene und weil es hier auch noch viel zu tun gibt, was auch viele Möglichkeiten für Projekte bietet. Das ist auch das, was ich an Magdeburg so schön finde und mich immer wieder motiviert verschiedene Projekte zu machen oder neue Ideen umzusetzen, wie z.B. mit “Im Stadtfeld” zusammen mit Franziska etwas Schönes zu schaffen.  

Franziska, was verbindet dich mit Stadtfeld oder auch generell mit Magdeburg?

Es ist überhaupt erstaunlich, denn hätte mir vor ein paar Jahren mal jemand gesagt “du bist mal Geschäftsstraßenmanagerin in Stadtfeld”, dann hätte ich ihm wahrscheinlich einen Vogel gezeigt. Ich bin vor fast 12 Jahren hierher gekommen zum Studieren und ich hab gedacht, ich mache mein Studium fertig und gehe wieder nach Hause. Ich bin zum Studieren hergekommen und irgendwie hängen geblieben. Ich wollte immer gehen und mittlerweile hat sich ja doch viel getan. Seit ein paar Jahren empfinde ich, dass viele der Studierenden nicht einfach nur gehen, sondern bleiben, auch um mitzugestalten, mitzuwirken, mitzumachen. Und man merkt schon diese Stimmung unter der jungen Kulturszene, das hat mich dann letzten Endes dann auch doch dazu ermutigt zu bleiben. Wir waren wirklich kurz davor zu gehen, weil es beruflich für mich nicht gepasst hat, aber wir haben in Magdeburg Möglichkeiten, die wir in keiner anderen Stadt hätten.

Wir wohnen günstig – auch in Stadtfeld, so günstig würden wir in keiner anderen Stadt leben können.

Ihr sprecht immer von denjenigen, die hier die Stadt auch mitgestalten von den jungen Leuten. Aber wer ist denn in Stadtfeld kulturell aktiv? Wer fällt euch dazu ein und wer bestimmt den Stadtteil auch kreativ mit?

Es gibt z.B. eine Initiative, den “Schellheimer Kiez”, das ist alles, was um den Schellheimer Platz herum ist, die auch wunderschöne Projekte und Veranstaltungen auch direkt am Schelli organisieren, die haben dort ein Netzwerk geschaffen und veranstalten z.B. Biomärkte oder Flohmärkte. Außerdem gibt es noch Bürger für Stadtfeld e.V., die GWA Stadtfeld Ost und die GWA Stadtfeld West.

Und wenn ihr jetzt noch mehr an Kulturschaffende denkt, die hier im Stadtteil vielleicht ansässig sind?

Da fällt mir als erstes tatsächlich der Spielwagen e.V. ein und das Kinder- und Medienzentrum Emma am Schellheimer Platz, die mit ihren Aktivitäten, die sie seit Jahren kontinuierlich durchführen den Stadtteil so unglaublich bereichern, seien es Veranstaltungen, Vorträge, Themenabenden, zu denen sie immer wieder einladen oder das Foodsharing, dass sie etabliert haben.

Ach perfekt, da gehen wir gleich mal auf die andere Straßenseite. Da protestieren gerade die Händler*innen, die sich dagegen wehren, dass hier vorne ein Fachmarktzentrum entstehen soll mit kleinteiligem Einzelhandel, und zwar einem Bäcker, Fleischer, Blumenladen usw. Und natürlich wehren sich jetzt der Bäcker, der Fleischer und der Blumenhändler und die kleineren Läden. Das Zentrum soll auf der freien Fläche neben der Techniker Krankenkasse entstehen. Da ist auch schon länger die Baugrube ausgehoben und natürlich muss da auch irgendwas hin, die Frage is nur “was kommt dahin? Und wie können wir als Geschäftsstraßenmanagement die Händler*innen unterstützen?”. Die haben mich heute tatsächlich auch angerufen und gefragt, was ich tun kann bzw. was wir gemeinsam organisieren können.

Das finde ich übrigens auch in Stadtfeld so großartig, sowohl in Ost und West, denn es gibt eine sehr engagierte Bürgerschaft wie z.B. den sehr umtriebigen Bürgerverein, die GWA´s, die sich dahinter klemmen, hier irgendwas zu bewegen und die Leute sind ganz gut vernetzt. Was aber wirklich noch gefehlt hat, ein Angebot ausschließlich für das Gewerbe. Viele sagen, sie gehen nicht zur GWA, denn sie wollen nicht über die Kita-Parkplätze diskutieren, sie wollen etwas haben, das nur sie etwas angeht.

Was ist denn noch so an Kulturschaffenden? Ich denke zum Beispiel an den Zinnober e.V. in Stadtfeld West, der ganz tolle Arbeit macht oder an die Weinwirtschaft Grün, die gerade viel machen und die viele Freiräume lassen, auch für junge Leute selber Veranstaltungen durchzuführen. Wie weit bindet ihr die in eure Arbeit denn ein? Oder ist in die Richtung bereits ein Konzept entstanden?

Es ist so, dass wir als Plattform oder Support für die anderen da stehen. Selber können wir keine Reihen von Veranstaltungen machen, weil wir das auch vom Aufwand her nicht schaffen würden. Wir sind da, um mit den Leuten zu kooperieren, um Wege zu verkürzen, was Mietanträge oder -kontakte betrifft. Wir sind da, um das alles zu unterstützen, weil uns etwas daran liegt, dass hier etwas passiert. Daher sind wir offen für Zusammenarbeit und freuen uns, wenn Menschen mit neuen Ideen oder Projekten auf uns zukommen.

Das ist auch ein Inhaber, der ein kleines Geschäft hier betreibt.

Es geht darum, dass dort vorne im Bereich der Techniker Krankenkasse ein Supermarkt Center entstehen soll. Wir haben in der Ebendorferstraße schon einen großen Supermarkt, am Olvenstedter Platz ist einer und wenn man sich die Große Diesdorfer anschaut, dann sieht man, was die Supermärkte anrichten können. Die ganze untere Große Diesdorfer ist tot, weil die ganzen kleinen Geschäfte rausgegangen sind und hier bei dem Supermarkt ist die Befürchtung, wenn der dann kommt, werden wieder kleine Geschäfte mit einziehen, wie ein Lottogeschäft, ein Blumenladen, eine Aufbackstation, ein Fleischergeschäft oder etwas wie der kleine Obstladen, den wir auch hier haben. Eigentlich alles, was hier sich über Jahre entwickelt hat und ein schönes Flair bietet, dass die Leute auch gerne mal hier spazieren gehen.

 

Haben Sie das Gefühl, dass Sie in Entscheidungen einbezogen werden bzw. ein Mitspracherecht haben oder fühlen Sie sich gerade eher übergangen?

Wir fühlen uns gerade ein bisschen übergangen. Die ganze Diskussion gab es schon einmal und wir waren mit einer großen Zahl der Händler*innen, die hier auf der Straße sind, auch teilweise zzgl. einiger Händler*innen der Großen Diesdorfer Straße, im Baudezernat, wo die Sache schon einmal besprochen wurde. Im Anschluss wurde das nochmal im Stadtrat aufgegriffen und eigentlich ablehnend beschieden. Ungefähr fünf Wochen später liest man in der Zeitung, dass die Fraktionen der CDU und der Linken sich doch wieder dieser Sache annehmen möchten und den Investor dazu befragen. Bis jetzt ist noch nicht geklärt, welcher Investor das ist und wie die genauen Pläne aussehen. Das läuft immer unter Geheimhaltung, aber das Märktekonzept sieht eigentlich vor, dass hier vorne Goethestraße Ecke Olvenstedter Straße Schluss ist mit Handelsaktivitäten.

Fühlen Sie sich gut verbunden mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern und auch z.B. dem Geschäftsstraßenmanagement?

Das Geschäftsstraßenmanagement ist hier mit eingebunden. Wir fühlen uns bis jetzt nicht gehört. Gerade läuft eine Unterschriftenaktion und uns interessiert, wie es jetzt im Einzelnen weitergeht.

Wie weit sind die Bürger*innen, die bei Ihnen konsumieren mit einbezogen? Wie weit wissen die darüber Bescheid über das, was sich hier entwickelt?

Viele kennen diese Sache aus der Zeitung und unterstützen zum großen Teil unsere Aktion.

Es gibt natürlich auch Einzelne, vor allem aus den Ministerien, die meinen da können sie schön einkaufen und dann nach Hause fahren. Es gibt sowohl ein pro als auch ein contra. Der überwiegende Teil, der Leute mit denen man spricht, ist auf der Seite des kleinen Einzelhandels. Man muss sich vergegenwärtigen, was passiert. Hier gehen kleine Läden raus, was mich vielleicht nicht unmittelbar betrifft, aber später. Dadurch, dass ein großer Leerstand ist, wird es hier unansehnlich und die Leute flanieren hier nicht mehr. Das beste Beispiel dafür ist die Große Diesdorfer, wo man den Effekt im unteren Bereich beobachten kann. Andere Sachen haben sie auch versucht wieder zu beleben wie beispielsweise den Thiemplatz in Buckau, aber das hat ja auch nicht wirklich geklappt.

Vielen Dank. Dann ziehen wir mal weiter. Wir waren jetzt bei Kaffeerösterei Seposita an der Olvenstedter Straße 13.

Jetzt zeigen wir euch mal die schönsten Perlen, die so versteckt sind. Das ist so schade.

Ich werde Neues sehen. Ich bin gespannt. Hier war ich noch nie, obwohl ich schon ein paar Jahre in diesem Stadtteil lebe.

Hier zum Beispiel was Neues, was total schön ist für Stadtfeld. Auf jeden Fall, weil das Angebot auch hierher passt, das ist HerzWalking. Die machen vor allem Bewegung für Kinder. Mir ist sie das erste Mal aufgefallen, weil sie im Rotehornpark Sportangebote gemacht hat für Mütter mit Kind und Kinderwagen. Das gabs bis dahin noch nicht in Magdeburg und das ist total schön. Seit einem knappen Jahr ist sie jetzt hier in Stadtfeld und hier leben viele Mütter und das Publikum ist da. Ein bisschen im Hinterhof.

Hier hinten gibts auch noch was Neues. Kochmal, das ist eine Kochschule. Das Gebäude stand lange leer und jetzt sind die da drin. Offenbar läuft das super, weil sie immer ausgebucht sind. Ich kannte das auch nicht. VOX dreht da wohl auch eine Kochshow. 😉

Jetzt aber kommt mein Favorit. Das war die größte Überraschung. Ich will natürlich am liebsten, dass die nach vorne auf die Einkaufsstraße gehen: Handschuh Schmidt. Das kennen die wenigsten. Der Laden ist eine von zwei noch existierenden Handschuhmanufakturen Deutschlands. Viktoria Wilkens ist die Chefin. Hier werden auch viele orthopädische Handschuhe maßangefertigt. Viktoria hat das Handwerk von ihrem Ur- sowie dem Opa gelernt und vor ein paar Jahren den Laden bzw. die Werkstatt übernommen.


Ein Gedanke, der mich viel beschäftigt, gerade bei Stadtentwicklung und Stadtteilmanagement: Wie weit beschäftigt ihr euch auch mit negativen Prozessen, die Weiterentwicklung und Gentrifizierung mit sich bringen? Ist das etwas, was euch interessiert, wo ihr auch drüber nachdenkt oder ist es gerade eher so, dass ihr euch wünscht, Stadtfeld vor allem nach vorne zu bringen?

Beides. Persönlich seh ich das kritisch, aber meine persönliche Meinung ist in dem Job zweitrangig. Ich sehe aber auch, dass Dinge nicht so bleiben können, wie sie sind. Als ich hier eingezogen bin vor ein paar Jahren war dieser gesamte Teil schwarz, unsaniert, unbewohnt und eine richtige Gruselecke, wo man Angst hatte, abends allein im Dunkeln entlangzugehen. Jetzt ist es wieder lebenswerter Wohnraum und da stellt sich die Frage: Lässt man das jetzt so vergammeln oder macht man wieder einen bewohnbaren Ort daraus? Natürlich ist jede Sanierung eine Aufwertung des Quartiers insgesamt und was das zur Folge hat, wissen wir alle, aber ich finde, es ist ein natürlicher Prozess. Ich bin kritisch, wenn die Veränderung von außen aufgesetzt wird. Wo Investor*innen kommen, künstlich teuren Wohnraum schaffen und damit eine natürliche Entwicklung abkürzen oder unterbinden. Das sehe ich kritisch.

Auch, wenn Menschen aus ihren Wohnungen rausgeschmissen werden, um da teurer zu vermieten. Das ist ja auch ein Problem in Stadtfeld, z.B. in der Goethestraße. Da gabs auch Proteste…

Auf der anderen Seite … Es stimmt halt immer beides. Stadtfeld war früher nicht so super attraktiv. Es ist erst so schön geworden. Es ist ein jahrelanger Prozess und die Leute, die früher ohne Geld gelebt haben oder die Studenten, die hier immer waren, so wie ich zum Beispiel, ich hab hier als Studentin gelebt, jetzt hab ich Familie, festes Einkommen und auch eine andere Gehaltsstruktur zu Hause. Ich zieh deshalb hier nicht weg. Das eine zieht immer das andere mit sich.

Wir laufen jetzt gerade die Olvenstedter Straße Richtung Olvenstedter Platz hoch und sind gleich am OLi-Kino, was auch ein spannender Ort ist für den Stadtteil. Daneben sind auch leer stehende Häuser. Wie seht ihr das?

Beziehungsweise stellen wir fest, dass in der letzten Zeit Zwischennutzung ein immer größeres Thema geworden ist in der Stadt, aber auch generell in Deutschland.

Wie weit beschäftigt ihr euch damit in eurer Arbeit oder wie weit ist es auch möglich in Stadtfeld, Räume zwischen zu nutzen?

Wie weit das möglich ist, in Stadtfeld Räume zwischen zu nutzen, klopfen wir gerade ab. Das ist eines meiner Hauptanliegen sozusagen. Als wir das Konzept für die Ausschreibung verfasst haben, war das für mich klar, diese Zwischennutzung muss ein fester Bestandteil in der Arbeit werden. Das wünsche ich mir ganz doll und bin mit diesen ideellen Vorstellungen auch da ran gegangen. Jetzt gerade arbeiten wir an einem Schreiben für alle Immobilieneigentümer*innen. In Deutschland ist man als Immobilieneigentümer*innen sehr gut geschützt. Man kriegt die Adressen nicht ohne weiteres raus. Wir versuchen aber mit denen Kontakt aufzunehmen, mit denen in Verbindung zu treten, um leerstehende Brachflächen, Ladenflächen, was auch immer zwischen nutzen zu können, aber eigentlich ist es eher so, dass die daran nicht so ein großes Interesse haben. Es ist halt sehr aufwendig.

Worin seht ihr denn den Vorteil von Zwischennutzung? Was wäre die Argumentation, mit der ihr an die Immobilieneigentümer herantreten könntet?

Mit solchen ideellen Dingen kriegt man sie wohl leider kaum. Das ist quasi der Anspruch, den wir da haben. Man kriegt die entweder mit Geld oder Steuervergünstigungen. Anders funktionierts nicht.

Wir schreiben erstmal allgemein alle an. Dann können sie sich wahrscheinlich nicht wirklich was drunter vorstellen. Ich glaube, wenn man im zweiten Schritt nochmal ganz konkret mit einer Idee auf die zukommt … Wir wollen Zwischennutzung machen. Drei Monate später kommt ein Brief, dass es Interessierte gibt, die gern einen Monat lang in Ihrer Ladenfläche einen PopUpStore machen würde. Der näht Taschen und da können die sich darunter auch was anderes vorstellen. Da kann man mit ihnen vielleicht noch anders ins Gespräch kommen. Wenn wir am Ende drei oder vier Objekte haben, in denen wir Zwischennutzung machen können, sind wir ganz glücklich. Es gibt ja auch gar nicht so viel Leerstand.

Jetzt laufen wir gerade an dem alten Canapé vorbei. Eingehüllt mit einem riesigen Gerüst. Seid ihr einbezogen, wenn hier Renovierungsarbeiten stattfinden oder wisst ihr, was dann dort reinkommt?

Nein. Was ich weiß, ist. Ich war selber vor einigen Jahren Canapé-Stammkundin und habe mitbekommen, dass sie auf merkwürdigem Wege hinaus gebeten wurden und dass das Gebäude seitdem auch wirklich leer steht und da jetzt endlich mal was passiert. Wie ich vorhin schon sagte, als Immobilieneigentümer*in in Deutschland genießt du besseren Datenschutz als jede*r BND-Mitarbeiter*in. Wir müssten jetzt herausfinden, wem gehört dieses Haus und ihn dann in kleinen Schritten anschreiben. Was haben Sie vor? Dann muss der noch lange nicht erzählen, was der da macht. Es ist so, dass Besitz hier sehr hoch angesehen wird und auch die wirtschaftlichen Interessen hinter Besitz, haben hier vor anderen Dingen Priorität.



Hier auch ein sehr besonderer Ort für Stadtfeld: Die Eiskonditorei Blume in der Olvenstedter Straße. 

Ein Klassiker. Wäre schade, wenn die mal irgendwann gehen müssten. Das ZEIT-Magazin hat ja die schönsten Eisdielen Deutschlands gesucht und ich glaube, für Magdeburg ist tatsächlich die Eiskonditorei Blume ins Rennen gegangen. Die Bewohner*innen konnten Orte benennen und die, die meisten Nennungen hatten, wurden mit aufgenommen und da gehörten die auch mit dazu.


Apropos: Lieblingsorte. Was ist denn dein Lieblingsort in Stadtfeld?

In Stadtfeld allgemein? Der Schelli. Ich finde den Schelli einen richtig guten Ort zum entspannen, spazieren und auch um was zu trinken. Es gibt verschiedene Läden. Es ist viel Leben da. Es ist auch schönes Feeling, da zu sein. Man sieht junge Leute, Kinder, Familien. Die haben auch einen großen Spielplatz. Es ist ein schöner Unternehmungsort für jede Person, für jedes Alter. Das ist mein Lieblingsort in Stadtfeld.

Und Franzi, deiner?

Ich hab tatsächlich mehrere. Es kommt immer ein bisschen drauf an, wie ich unterwegs bin und in welcher Besetzung quasi. Als Mutter bin ich oft am Schelli. Öfter als mir lieb ist. Natürlich ist dieser Kiez rund um den Schelli einer der schönsten Orte der Stadt. Da haste die kleinen schnuckligen Lädchen, Boutiquchen, wo du das schöne Geschenk für deine Freundin zum Geburtstag findest, wo man nen leckeren Kaffee trinken kann, selbstgebackenen Kuchen. Es passiert so viel. Es gibt ja auch noch neu in der Goethestraße das Herzstück. Die Café-Kultur entwickelt sich gerade ungemein.

Es macht schon Spaß, Man kann hier echt schon ein bisschen umhershoppen und umherflanieren. Das funktioniert ganz gut. Ansonsten mag ich Stadtfeld wirklich insgesamt ganz gerne. Diese Gründerzeithäuser, das hat eine hohe Qualität.

Weil du flanieren sagst: Stadtfeld als Ort bietet sich dafür an. Lass uns was Essen gehen und dann Laufen. Es ist schön.

Ihr seid richtig verliebt in den Stadtteil, was?

Ich hätte mich auch für keinen anderen Stadtteil um diese Stelle beworben. Sonst hätte ich auch nicht dahinter stehen können.

Wir sind jetzt an der Kreuzung Friesenstraße/Olvenstedter Straße.

Vor uns liegt der Olvenstedter Platz, auf den wir gerade schauen und da beginnt wieder der zweite Zentrenbereich auf der Zentrenachse Olvenstedter Straße. Die Geschäftsstraße Olvenstedter Straße besitzt zwei Schwerpunkte. Einer ist der Olvenstedter Platz und der andere ist hinter uns liegend der Bereich um die Post usw.

Ich wollte noch nur kurz anmerken, dass hier an der Haltestelle Olvenstedter Platz ein Spielplatz entstehen wird und das Grundstück mit Wohnungen bebaut. Wahrscheinlich. Wir freuen uns alle riesig. Der fehlt bisher. Der Platz wird ein bisschen umgestaltet. Es wird gerade jemand gesucht, der ein Pavillon entstehen lässt, da drüben ist noch so ein Rondell angelegt. Ein Betreiber, der ein Bistro oder Café drauß macht.



Bis wann?

Das ist schon ewig ausgeschrieben. Seit fast zwei Jahren ist das beim Liegenschaftsamt. Die Konditionen müsste man nochmal verhandeln, aber es wird jemand gesucht. Der ganze Platz soll noch ein bisschen netter gemacht werden, z.B. sollen die Container versenkt werden. Jetzt kommt da der Spielplatz hin. Es passiert jetzt ein bisschen was und in dem Zuge wird auch jemand gesucht, der dieses Café betreibt.

Ich hab mag ja florale Akzente. Blumen Gerber hat die schönsten frischen Schnittblumen aus der eigenen Gärtnerei. Ich liebe den Laden. Ein Magdeburger Familienunternehmen.

Ich hab noch eine Frage zu der Zusammenarbeit mit den anderen Stadtteilen, Geschäftsstraßenmanagerinnen/ -managern oder auch den Stadtteilmanagerinnen/ -managern.

Wie seid ihr da vernetzt? Wie sprecht ihr euch da ab oder kocht da jeder eher so sein eigenes Süppchen?

Ich hab erstmal gelernt und musste mir erstmal den Unterschied Stadtteil-/ Quartiersmanagement und Geschäftsstraßenmanagement erarbeiten. Wir haben uns mit allen schon getroffen, außer mit Marcel Wark (Süd). Das steht noch an auf meiner Agenda. Ich hab mich mit Lisa Schulz getroffen, die ja Quartiersmanagement für die Neustadt macht, mit Birgit Schmidt, Sebastian Essig und Michael Hoffmann, der für Sudenburg zuständig ist.

Grundsätzlich muss man wissen, gibt es drei Geschäftsstraßenmanager*innen jetzt in Magdeburg. Dazu gehören Stadtfeld, Neue Neustadt und Sudenburg. Zusätzlich hat die Neustadt auch noch ein Quartiersmanagement. Olvenstedt hat auch ein Quartiersmanagement, aber das sind zwei verschiedene Dinge. Das Gute ist, dass ich sowohl Birgit Schmidt, als auch Sebastian Essig und Lisa Schulz, als auch Stephan Köder, der für Olvenstedt zuständig ist, vorher schon kannte. Das hats leicht gemacht und bei Fragen rufe ich einfach an, um Hilfestellung von den anderen zu bekommen. Frau Schmidt macht das von uns allen am längsten. Sie hat fünf Jahre Erfahrung, auch mit der Stadt an sich. Die ist Planerin und kommt vom Fach. Ich kann da anrufen und sie nimmt sich die Zeit, mir Dinge zu erklären.

Gibt es eine gemeinsame Vision oder ist es zu früh, diese Frage zu stellen?

Zu früh und so langfristig denkend schwierig, weil das Geschäftsstraßenmanagement für Stadtfeld ist erstmal nur für zwei Jahre ausgelegt. Natürlich mit Option auf ein Jahr Verlängerung und dann wars das wahrscheinlich, deshalb weiß ich im Moment bei all den Aufgaben, die für den Kiez direkt anstehen, inwiefern da noch Raum bleibt, um an einer langfristigen städtischen Strategie zu arbeiten. Hinzukommt, dass es wahrscheinlich nicht machbar ist, obwohl wünschenswert. Außerdem haben die jeweiligen Kieze, wie die Halberstädter Straße in Sudenburg sowie die Lübecker Straße in Neustadt, jede Straße für sich andere Probleme. Grundsätzlich sind sie ähnlich, sonst hätten sie diese Förderung nicht bekommen, aber wir haben z.B. nicht so ein großes Problem mit Leerstand in Stadtfeld. Wir haben andere Sorgen. Es gibt eine sehr aktive GWA, einen sehr aktiven Bürgerverein in quasi beiden Teilen der Stadt und wir fangen nicht bei null an. Wir kommen hierher und treffen auf etablierte Strukturen, an die ich anknüpfen kann. Das ist dort anders, in Sudenburg nicht, aber in der Neustadt.

Meine Frage zielt dahin, dass wir überlegen, was wir damit anfangen, dass Magdeburg sich als Kulturhauptstadt 2025 bewirbt. Wo können wir da was für junge Kulturschaffende rausziehen und wieweit ist Magdeburg bereit auf diese Bewerbung einzugehen. Wie steht ihr dazu, dass Magdeburg sich bewirbt und wie seht ihr eure Beteiligung für die Bewerbung 2019? Wie weit seht ihr das als eure Aufgabe oder euer Interesse, die Leute, die hier ihre kleinen Geschäfte haben, da mit einzubinden oder für diese Idee zu begeistern? Oder glaubt ihr nicht an die Bewerbung und sagt, mit meiner Arbeit hat das nichts zu tun?

Das denke ich überhaupt nicht. Ich habe als ich das das erste mal gehört habe erstmal gelacht. Als es dann anfing, ich kenne viele Leute, die in diesen Prozess mit eingebunden sind oder irgendwie damit zu tun haben, dachte ich mir, hey doch. Bei Liverpool hat auch niemand dran geglaubt, dass die Stadt Kulturhauptstadt werden könnte und das ist auch eine klassische Arbeiterstadt. Magdeburg hat auch ne tolle Geschichte. Ich hoffe, dass es irgendwie funktioniert und wenn es am Ende nicht funktioniert, dass man auf jeden Fall aktiv war und den Fokus auf der Kultur hatte, zumindest für zwei oder drei Jahre. Fürs Geschäftsstraßenmanagement, hab ich mir vorgenommen oder überlegt, neue, junge Konzepte auszuprobieren, also Raum zu schaffen für Kulturschaffende und Kreative, um neue Dinge auszuprobieren.

In New York und Berlin gibts PopUpStores am laufenden Band, hier gibts das noch nicht und dass man solche Sachen hierherholt und entwickelt, um zu sagen: Hey, wir haben Geschichte, das Wewerka-Archiv, aber es gibt auch eine konkurrenzfähige, junge, urbane Struktur oder Kultur, die es mit anderen Städten durchaus aufnehmen kann.

Es gibt viele Ideen, viele Initiativen. Das fällt in die Kategorie Support, dass die Leute sich nicht alleingelassen fühlen, dafür sind wir da, um die Leute zu unterstützen und zu sagen, doch es ist möglich.



Könnt ihr da noch konkreter werden? Wie kann man bei euch Unterstützung bekommen? Ich hab ne Projektidee in Stadtfeld und hab keine Kohle, keine Mitstreiter*innen, aber hab ne unglaublich gute Idee und will, dass ihr mir helft. Was sind eure Möglichkeiten?

Meine Idee dazu ist tatsächlich die, du musst nicht mal in Stadtfeld was machen wollen. Du kommst neu nach Magdeburg, hast in Berlin schon was gemacht oder willst jetzt überhaupt mal anfangen und dann guckste. Ich will Waffeln backen und schauen, wie so ein Waffelrestaurant funktioniert, oder so. Dann guck ich, wo kann ich das machen? In Magdeburg gibts ein Geschäftsstraßenmanagement, geh ich doch mal da hin. Es ist in erster Linie wirklich eine Anlaufstelle, eine Beratungsstelle. Wir machen das nicht für die Leute. Die Leute kommen zu uns und sagen uns: Ich suche einen kleinen Raum und will ein Restaurant eröffnen, ob für lang oder kurz ist egal. Dann haben wir ein Leerstandskataster, wo man gucken kann, ob da ne passende Immobilie dabei ist. Oder wir hätten da noch was, das nicht in den gängigen Immobilienportalen sichtbar ist, wissen aber das es leer steht und könnten mal Kontakt zu den Immobilieninhabenden aufnehmen oder du brauchst Gelder, dann können wir dich unterstützen oder dir Anlaufstellen aufzeigen. Wir bieten eine Plattform und Wissen.


Habt ihr denn auch ein Budget, was man bei euch beantragen kann? Oder ist das eher so, dass ihr das weitervermittelt? 

Wir haben ein eigenes Budget für eigene Veranstaltungen. Wenn aber jemand zu uns kommt und z.B. einen PopUpStore eröffnen will. Nehmen wir an, ich nähe z.B. Taschen in meiner Freizeit und will die einen Monat lang verkaufen. Nicht nur über Dawanda. Ich überlege, einen Laden zu machen und will mal gucken, wie es läuft, dann sagen wir denen nur, probier mal das das und das.

Da können wir nicht monetär unterstützen. Was aber gerade in der Entstehung ist, ist der Verfügungsfond. Da gibt es Gelder, die für Dinge in dem Fördergebiet bereitstehen und der Verfügungsfond, funktioniert so, dass jeder Euro, den man selbst investiert, um einen weiteren Euro von uns ergänzt wird. Alles, was Aufwertung des Straßenraumes ist, eine Ladenumgestaltung, eine Einrichtung, wie auch immer. Hauptsache, dass es zur Aufwertung der Geschäftsstraße und zur Steigerung der Attraktivität dient, sodass es gefördert werden kann. Da wirds einen Ausschuss oder einen Beirat geben, der alle zwei Monate oder so tagt, über alle eingegangenen Anträge entscheidet und dann wird das Geld verteilt. Das wäre von unserer Seite, dann demnächst noch möglich. Das ist unser finanzielles Instrument.



Das ist doch schon mal nicht wenig. Wir laufen die ganze Zeit, aber wohin gehts eigentlich?

Wir laufen vom Olvenstedter Platz über die Verbindung Liebermannstraße wieder zurück auf die Große Diesdorfer Straße. Vor uns ist das Fachmarktzentrum, wie es so schön heißt, mit Lidl, Subway, Kik, Fressnapf und einem Fitnessstudio.
An der Kreuzung Westring endet dieser eine Schwerpunkt, der an der Arndtstraße beginnt. Bis zum Westring, das ist ein großer Zentrenbereich.



In Stadtfeld West passiert auch viel. Es gibt die Beimssiedlung, die unglaublich interessant ist für den Stadtteil, es gibt den Zinnober e.V., die hab ich bereits erwähnt, es gibt ein Schwimmbad…

Der größte Sportverein Magdeburgs sitzt da. Das wusste ich vorher nicht.



Ich glaube, dass viele, die hier nicht mehr wohnen, nach Stadtfeld West ziehen und da auch ne neue Generation was aufbaut.

Mein Empfinden: Da gibts den Lindenweiler, wo viele Familien wohnen. Es ist ja auch der dichtbesiedeltste Stadtteil, das nervt ja auch irgendwann. Wenn man dann trotzdem irgendwie urban leben, aber nur zehn Minuten bis in die Stadt, dann macht sich Stadtfeld West ganz gut. Keine Frage.


Was mir auch noch einfällt, dass das Canapé ja dahin gezogen ist. Ein Ort, wo  man auch gut verweilen kann.

Da gibts schöne Sachen. Mega verstecket: Café Gloria, da gibt es eine kleine Insel. Mega schön eingerichtet, ganz putzig, ganz klein. Eine Straße vor dem Canapé.
Da gibts auch ganz viel. Auf jeden Fall lerne ich gerade alles neu und anders kennen. Ich bin da zwar, weil der Kindergarten da ist.
Diese superschöne Brandwand würden wir gern gestalten. Ich bin sehr interessiert daran, verschiedene Brandwände in Stadtfeld zu gestalten.


An was denkt ihr da?

Graffiti oder Mural von verschiedenen Künstler*innen.



Oder Jugendliche, die ihren Stadtteil mitgestalten?

Nicht nur das. Man kann auch eine Mischung daraus machen. Toll wäre es, eine gemeinsame Aktion zu schaffen, bei der die Kinder im Anschluss ihren Eltern sagen könnten “schau mal, dass habe ich gemalt!”. Das ermöglicht eine ganz neue Identifizierung mit dem Stadtteil.

Wir gehen jetzt von der lauten Großen Diesdorfer Straße in die Arndtstraße, die laute vierspurige Straße ermöglicht gerade nicht viel, für ein schönes Ambiente. Hier möchte niemand Stühle auf die Straße vor ein Café stellen und sich hinsetzen. Leider ist es somit kein schöner Ort für den Einzelhandel. Ich habe immer das Gefühl an der Haltestelle Arndtstraße werden alle aus den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgespuckt und verschwinden in den Seitenstraßen.

Was macht die Arndtstraße für euch aus?

Hier gibt es tolle alternative Läden wie das Janasch’s und die Geschäfte drum rum. Kleine  alternative Einkaufsmöglichkeiten, die einfach locken. Aber auch die Bäckerei Ebel, die eine von drei Bäckereien noch sind, die selber backen.

Der sogenannte Schellheimer Kiez ist ja das was alle wollen, kleine Inhaber*innengeführter Einzelhandel mit hohem Anspruch. Hier würden sich gerne mehr Leute noch ansiedeln mit ihren Geschäften. Derzeit gibt es aber hier keine Möglichkeit an Räume zu kommen.

Schade ist auch, dass leerstehende Ladenflächen zu Wohnraum umgenutzt werden, der dann an anderer Stelle fehlt. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, ist es sehr schwer sie rückgängig zu machen.

Hier am Kreisel erlebt man aber auch einen klassischen Verdrängungsprozess. Wo jetzt das Janasch’s ist, war ja vor wenigen Jahren noch das tolle Zobi, was einfach auch schade ist, dass es diese Institution nicht mehr gibt. Auch hier wurde die Entscheidung getroffen, die Gewerbefläche zu halbieren. Da hätte sich locker noch jemand anderes ansiedeln können. Schade!

Was wollt ihr noch erzählen zu euch und zu Stadtfeld?

Wir unterstützen die die was machen wollen, also Hilfe zur Selbsthilfe! Wir wollen eine Dachmarke entwickeln und den Leerstandskatag voranbringen.

About Nadia Boltes

Nadia hat schon in der 7. Klasse Partytipps per SMS an alle ihre Freund*innen verschickt. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Drahtesel durch die Stadt radelt, um die nächsten Hotspots zu entdecken, trifft und interviewt sie für uns regelmäßig interessante Magdeburger*innen in spannenden Stadtteilen. Als Redaktionsmama hat sie immer ein offenes Ohr und eine (äußerst bequeme) Schulter zum anlehnen. Wäre sie nicht zufällig in Magdeboogie gelandet, würde sie entweder als UN-Frauenbotschafterin die Welt bereisen oder eine GIF-Website betreiben.

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