Foto: Tim Bruening

Bosse spielt im Rahmen seiner Alles ist jetzt – Tour auch ein Konzert in Magdeburg. Am 1. Februar 2020 ist er in der Stadthalle zu Gast und hat uns im Vorfeld ein paar Fragen beantwortet.

Mit welchen drei Worten würdest du deine Musik jemandem beschreiben, der dich nicht kennt?

Text, Hüftschwung, Energie

Was hat sich für dich und deine Arbeitsweise seit „Kamikazeherz“ (2005) verändert?

Obwohl da ne lange Zeit zwischen dem ersten Album und heute liegt, hat sich beim Musikschreiben nix verändert. Ich suche wie damals nach Ideen und manche Songs werden dann gut und manche nicht. Auf der Bühne ist alles etwas mehr und größer geworden, also ich schaue auf jeden Fall in mehr Gesichter als am Anfang.

Du hast dir in den letzten Jahren viele (musikalische) Möglichkeiten freigespielt. Was macht dir aktuell am meisten Spaß?

Es macht wirklich fast alles Freude. Ich schreibe sehr gerne, ich drehe gern Musikvideos, ich liebe es auf Tour und ich häng auch gerne im Fernsehen, wenn die Sendung gut ist.

Ich bin einfach nicht so super gerne im Studio.

Was darf auf Tour nicht fehlen? Habt ihr Rituale vor den Auftritten?

Unterwegs haben wir mittlerweile ein großes Sortiment an so Freizeitdingen dabei. Liegestühle, Hängematten, Badminton und einen Grill. Vor den Auftritten machen wir einen Kreis und singen ein schmutziges Lied. Dann läuft das Intro.

Du hast schon mit verschiedenen Musiker*innen wie Chefboss, Prinz Pi, Casper, Anna Loos, Sebastian Madsen, Elke Brauweiler und Oliver Koletzki kollaboriert. Wen hättest du gern mal bei einem Track dabei?

Ich mag Sigrid.

Wie wichtig sind dir politische bzw. gesellschaftskritische Aktionen wie die 1LIVE-Themenwoche „Die dunkle Seite“ zum Thema Mobbing 2019 bzw. der Song, den du dazu produziert hast?

Ich sehe es als meine Pflicht an, mich für Gerechtigkeit, gegen Hass und für Empathie zu engagieren.

Musik und Sport sind super Träger und Verbreiter.

Wie schaffst du es, Beruf und Privatleben zu vereinen? Gehst du manchmal selber auf Konzerte?

Hier und da bin ich weg. Sehr oft bin ich zuhause, weil ich von dort aus Schreibe. Dann lebe ich ganz normal und gehe auch mal auf Konzerte.

Welche Art von Musik magst du privat und deckt sich das mit den Liedern, die du komponierst?

Ich höre grad sehr viel Agnes Obel, Nils Frahm und auch Girl in Red. Das deckt sich nicht so wirklich.

Kannst du dir vorstellen, vom Musikbusiness Abstand zu nehmen? Gibt es andere Berufe, in denen du dich sehen könntest und welche wären das?

Ich wäre Gärtner oder Koch. Ich würd nich gern tauschen, aber wenn ich müsste dann eben Schürze oder Hecke pflanzen.

Woran denkst du bei Magdeburg?

Mein erster Gedanke geht in meine Jugend. Wir sind öfter aus Braunschweig nach Magdeburg auf Konzerte gefahren. Immer Metal oder Crossover Bands. Die haben immer eher bei Euch gespielt.

Welche Verbindung außer der Elbe siehst du noch zwischen Hamburg und Magdeburg?

Beides sind einfach sehr grüne Städte. Gute Parks und Elbauen.

Mit wem würdest du gern mal einen Pfeffi trinken oder bei einem anderen Getränk auf ein Gespräch zusammenkommen?

Da gibt es einige. Aber ich habe meinen Freund Bjarne lange nicht gesehen. Mit dem würd ich auch morgens schon saufen.

About Lydia Flössel

Lydia ist immer dabei, wenn es um Theater geht. Und Literatur. Und Musik. Und Kino. Und Kuchen! Die Kulturlandschaft Magdeburgs ist ein wichtiger Teil ihres Lebens und sie hat durch Magdeboogie die Chance bekommen, darüber zu schreiben. Gern hilft sie auch beim Abtippen von Interviews und widmet sich voller Hingabe der Terminredaktion.

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