Widersprüchlich und immer fragend, süchtig nach Leben und der Sucht an sich, einvernehmlich unzufrieden mit den herrschenden Zuständen und dennoch latent glücklich, so heißt es im Pressetext von Frittenbude. Wir hätten da noch ein paar Fragen. Die Antworten findet ihr hier.

Frittenbude kommen am 15. Februar nach Magdeburg in die Factory.

 

Ihr seid zur Zeit auf Tour mit eurem fünften Album „Rote Sonne“. Wie würdet ihr das Album beschreiben?

Es ist eine Hommage an das Leben, die Liebe und den Widerstand. Es ist teilweise sehr sanft aber auch so böse wie nie.

Ihr macht inzwischen seit 13 Jahren gemeinsam Musik. Was hat sich verändert, was ist gleich geblieben?

Die Naivität der Anfangszeit zurück zu holen gelingt uns nicht immer. Im Großen und Ganzen hat sich einfach alles verändert. Wir leben von der Musik, wir lieben unseren Job. Das war früher anders.

In „Die Dunkelheit darf niemals siegen“ positioniert ihr euch klar gegen Nazis, aber auch gegen große Teile der Gesellschaft, die nichts gegen den Rechtsruck unternehmen. Dürfen wir uns davon alle ein bisschen angesprochen fühlen?

Ja dürft ihr, wir nehmen uns da ja selbst auch nicht raus. Der Song ist kein erhobener Zeigefinger- oder Protestsong. Er ist eine bitterböse Zustandsbeschreibung unseres privilegierten Hier und Jetzt.

Wie wichtig ist es euch, als Band und mit eurer Musik auch politisch zu sein?

Sehr wichtig, wir wollen aber nicht als rein politische Band gesehen werden. Diese Schublade ist uns zu eng und passt auch nicht richtig.

Woran fehlt es der Musikwelt eurer Meinung nach heute?

An einem neuen Musikstil. Es ist richtig langweilig gerade. Es wurde schon lange nichts mehr wirklich neues erfunden.

Was hat es mit dem Namen Frittenbude auf sich?

Rammstein und Jan Delay war schon vergeben.

Was würdet ihr heute machen, wenn das mit der Musik nicht geklappt hätte?

Musik hat unser Leben gerettet. Keinen Plan was wir machen würden. Musik würden wir machen.

Was darf auf Tour auf keinen Fall fehlen? Habt ihr Rituale vor Auftritten?

Flo unser Tourmanager darf nicht fehlen und leckeres Essen. Wir trinken gerne.

Am 15.02. besucht ihr auf eurer Tour Magdeburg – was verbindet ihr mit der Stadt?

Wir lieben Boote und Schleusen. Daher finden wir das Schiffshebewerk Rothensee sehr interessant.

Wen wollt ihr noch grüßen?

Ansonsten gehen Grüße an die Held*innen der lokalen Antifa.