Die Picknick-Konzerte kommen im Sommer 2021 in die #Boomtown und bringen Künstler*innen nach Magdeburg, die sonst große Konzerthäuser in anderen eher größeren Städten bespielen! Die Organisation und das Booking stemmen die Landstreicher Kulturproduktionen, von denen wir hören wollten, was Magdeburg in ihren Augen besonders macht! 

Wer bist du und wie bist du zu Landstreicher gekommen? Was ist deine Aufgabe dort?

Martin Vejmelka, ich bin seit Gründung geschäftsführender Gesellschafter der Landstreicher Kulturproduktionen GmbH.

Wir sind in der Landstreicher Firmenfamilie als örtlicher Veranstalter für die Konzerte im Osten zuständig.

Was ist das besondere an Bookings für Magdeburg, wie nimmst du die Stadt aus musikalischer Sicht wahr?

Magdeburg ist schon eher eine Stadt für deutschsprachige Künstler*innen und in der Breite kommen leichter zugängliche Acts sicherlich besser an als etwas speziellere Themen, was bei Städten dieser Größe aber durchaus normal ist.

Was würdest du dir von den Magdeburger*innen wünschen?

Dass sie erkennen welch einmalige Gelegenheit die Picknick Konzerte für Magdeburg bieten!

In dieser geballten Form extrem spannende und erfolgreiche Acts in einem wunderschönen Ambiente zu erleben wird es so schnell ganz sicher nicht nochmal geben!

Wie werden die Orte für Picknick Konzerte ausgesucht bzw. die Bands?

Bei den Städten sind wir danach gegangen, wo wir einen entsprechenden Bedarf sehen und wo es spannende Flächen für das Konzept gibt.

Da wir in Magdeburg auch neben den Picknick Konzerten viele Shows umsetzten, sind wir dann sehr schnell auf den Elbauenpark gekommen. Dieser bietet eine wunderschöne grüne Wiese und sogar etwas Wasser ringsherum. Auch war uns wichtig, dass sich die Location mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmittel erreichen lässt.

Beim Booking mussten wir natürlich schauen, wer alles verfügbar ist, zum Konzept passt und auch stark genug ist um mind. 1.000 Karten zu verkaufen in der Kürze der Zeit, weil die Shows erst ab ca. dieser Größenordnung kostendeckend laufen.

Die Picknickkonzerte in Magdeburg sind fast nur durch männliche Artists besetzt, ein Versehen oder Absicht?

Wir achten bei der Auswahl der Künstler*innen ausschließlich auf den musikalischen & wirtschaftlichen Aspekt. Uns ist nicht wichtig, als welches Geschlecht sich die Künstler*innen identifizieren. Leider gibt es viel zu wenige weibliche Acts in Deutschland, die ausreichend Tickets verkaufen um in diesem Konzept stattfinden zu können.

Erfreulicherweise haben wir aber die wundervolle Amilli bei Giant Rooks als Support dabei.

Wieso Picknick Konzerte – was ist an dieser Art von Veranstaltung besonders? 

Die Picknick Konzerte entstanden 2020 während des ersten Lockdowns. Wir überlegten, wie die nötigen Auflagen mit dem Bedürfnis nach einem echten Konzerterlebnis am besten kombiniert werden können und dann sind wir auf die Picknick Idee gekommen. Das Besondere daran ist, dass die Gäste die Show ganz entspannt auf ihre Decke sitzend oder stehend & tanzend verfolgen können und somit bspw. auch kleinere Menschen endlich mal was von dem sehen was auf der Bühne passiert 🙂

Außerdem besteht die Möglichkeit, seine eigenen Getränke & Snacks mitzubringen, was es so bisher auch noch nie bei Konzerten dieser Größe gab.

Seit wann gibt es die Booking Agentur?

Landstreicher Booking gibt es mittlerweile seit 12 Jahren und K.I.Z waren der erste Act, der verbucht wurde. Landstreicher Konzerte, die örtlichen Konzertagenturen für Berlin und den Osten gibt’s seit 7 Jahren.

Wie kam es zur Gründung? Wie ist die Origin Story?

Die Landstreicher Kulturproduktionen GmbH  entstand als Joint Venture meiner bestehenden Konzertagentur und Landstreicher Konzerte Berlin.

Nachdem ich viele Jahre erfolgreich die Acts von Landstreicher Booking im Osten veranstaltet habe, entschlossen wir uns das zukünftig gemeinsam zu tun und den Tätigkeitsbereich noch etwas zu vergrößern. Wenn nicht gerade eine Pandemie grassiert, veranstalten mir ca. 200 Konzerte pro Jahr im gesamten Osten.

Was ist eure Philosophie/euer Anliegen/eure Vision?

Von der vermeintlichen Nische bis hin zum Arena-Act brennen wir daher genauso für schwitzige Clubs und Showcases wie für große Hallen oder Open-Airs. Hauptsache kreativ und mitreißend statt beliebig und monoton. Nur eine Grenze haben wir: Rassismus oder jegliche andere Arten von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit finden bei uns keinen Platz.

So divers und bunt wie unser Programm ist auch das Team an unseren Standorten in Berlin, Dresden und Leipzig. Die tiefe Verwurzelung in der Subkultur und jahrelange Erfahrung mit Großveranstaltungen werden durch unsere Leidenschaft und Begeisterung für Konzerte zu einem engen Geflecht verwoben. Dabei sind wir für Künstler*Innen, Besucher*Innen und Agenturen innovative und verlässliche Partner, denen jede einzelne Facette der Planung und Durchführung einer Veranstaltung am Herzen liegt.

Welche Musikrichtung deckt ihr mit euren Konzerten ab?

Die Veranstaltungen bewegen sich zwischen den verschiedensten Spielarten der Popkultur: Urban, Indie, Alternative, Rock, Pop, Electronic, Podcast, Klassik, Stand-Up oder Lesung – Gesprochen oder gesungen, geschrien oder geflüstert, fordernd oder unterhaltend.

Welchen Wert hat Nachhaltigkeit für euch im Konzertmanagement?

Wir sind große Verfechter von Nachhaltigkeit-Initiativen, leider werden wir noch zu selten unseren eigenen Ansprüchen gerecht, weil die Umsetzung von Veränderungen teilweise strukturell wirklich sehr stark behindert wird und der aktuelle Infektionsschutz hat diese Situation leider nochmal negativ verstärkt.

Welcher Song bzw. Musiker*in/Band kriegt dich immer (Musikempfehlung)?

Ich bin grad voll im Schmyt Wahn. Ich feiere seine Musik unendlich ab und „Poseidon“ läuft jeden Tag bei mir.

Ansonsten bin ich ein sehr großer Trettmann Fan. Seine Alben sind wirklich zeitlos stark.

Was möchtest du uns noch erzählen?

Nehmt alles mit, was gerade geht – nutzt die Möglichkeiten und seid lieb zu einander!

Und helft mit eurer Stimme bei der Bundestagswahl, dass wir eine zukunftsorientierte Regierung bekommen und keine rechten Krawallos.

  • Die wichtigsten Punkte Zusammengefasst:

    • Tagesaktueller Corona-NEGATIV-Test für alle Gäste (Geimpfte und Genese ausgeschlossen) verpflichtend
    • Aktivierung des Tickets durch Kontaktdatenerfassung über QR-Code auf Ticket ZWINGEND nötig
    • Medizinischer Mund-Nasen-Schutz bei Ankunft, Einlass und bei Verlassen der Decke verpflichtend
    • Pro Gast sind maximal 1,5 qm Decke zulässig
    • max. 10 Personen pro Gruppe, die ohne Abstand zusammen kommen können
    • 1,50 m Abstand zwischen den Gruppen
    • Getränke: max. 2 Liter/ Person & nicht mehr als 15%vol
    • Rucksäcke/ Taschen: max. 30 Liter (50 x 30 x 25)
    • Ausschließlich Tafelmesser erlaubt – keine Brotmesser o.ä.
    • Keine Sonnenschirme, Klappstühle, Grills, Pavillons etc. erlaubt

Martin Vejmelka