Wir kommen an einem Freitagabend im selbstverwalteten Jugendclub Hallenhausen in Stadtfeld an. Recht spontan hatten wir uns am Vortag für heute verabredet, um anlässlich des 25 jährigen Geburtstags einen Beitrag für unseren Blog zu machen. Wir werden freundlich empfangen, es gibt Kaltgetränke und bevor wir in eine klassische Interviewsituation geraten sind wir schon im Gespräch und zum Teil im Jahr 1993.

Udoh: (…) Ein Label wie Jugendclub oder Jugendeinrichtung klingt immer so steif und nach “eigentlich will uns da gar keiner haben”. Damit ist es für mich eigentlich der falsche Stempel und ich halte mich mit solchen Beschreibungen eher zurück. Es geht im Hallenhausen um das, was wir hier machen, was hier stattfindet und um die Leute, die hier mitgestalten wollen.

Magdeboogie: Wer trifft sich im Hallenhausen?

Udoh: In erster Linie treffen sich hier Stadtfelder*innen bzw. Leute, die sich mit Hip Hop verbunden fühlen, denn in erster Linie ist das schon immer unser Steckenpferd – mit allem, was Hip Hop umfasst.

Durch die Veranstaltungen, die wir in den letzten 25 Jahren gemacht haben, hat sich das szenetechnisch so weit rumgesprochen, dass Leute aus ganz Magdeburg hier abhängen und auch aus anderen Städten.

Magdeboogie: Wir sitzen hier in einer größeren Runde, wer seid ihr und was verbindet euch mit dem Ort?

Fehne:: Wir beide sind schon zusammen zur Schule gegangen, da waren wir 7!

Udoh: Vor dem Ort hier, gab es schon einen anderen Ort der Hallenhausen hieß! Wahrscheinlich müsste man so anfangen: Wir kannten uns zum Teil durch die Schule oder über die Freundeskreise von Leuten aus der Schule. Bei mir war es so, dass mich eines Tages wer gefragt hat: “Warst du schon mal in Hallenhausen? Das ist unser Treffpunkt, da sind wir regelmäßig!” Und dann bin ich da mal mit hingedüst und war total geflashed, weil ich mir das nie hätte so ausmalen können!

Magdeboogie: Das war aber noch das alte Hallenhausen?

Udoh: Ja genau, die Mädels und Jungs die dort schon aktiv waren, haben sich dort aus alten Gurkenfässern Basketballkörbe gebaut! Und hatten dann eben auf 3 x 3 m ein kleines Feld, wo sie gespielt haben. Sie hatten da auch schon eine Bar eingebaut und Teppiche ausgelegt, es stand ein Ofen drin und das sind so Beispiele von dem, was ich dort für Eindrücke hatte. Das kannte ich eben so noch gar nicht! Woanders hat man sich eher beim Pavillon getroffen oder bei nem Spielplatz. In der Form war das was ganz besonders und was soll ich sagen, ich bin hängen geblieben und ein Teil von dem Ganzen geworden!

Irgendwann war dann eine große Geburtstagsparty, die eigentlich gar nicht so groß geplant war und irgendwie hat sich das rumgesprochen.

Eines Tages ist ein Streetworker auf uns aufmerksam geworden, der ganz andere Geschichten erzählt hat, als das was wir da zelebriert haben. Zum Beispiel von Jugendlichen, die nicht wertgeschätzt haben, was sie versucht haben ihnen zu ermöglichen und dann Sachen kaputt gemacht haben, die sie zur Verfügung gestellt bekommen haben und wir haben im Gegenteil aus den Dingen was aufgebaut. Das hat eben die Runde gemacht und er fand das so speziell und einzigartig, dass dann kurze Zeit später auch der Amtsleiter vom Jugendamt bei uns aufgeschlagen ist. So kam es, dass wir auch beim OB eingeladen wurden. Damit im Zusammenhang kam es dazu, dass das alte Hallenhausen, ein Bäckereigelände an der Gerhart- Hauptmann- Straße, abgerissen werden sollte und ein Neubau geplant wurde. Jürgen Genzmann, der Streetworker, hat es für uns dann gedreht, da er auch nicht wollte das wir unseren Freiraum verlieren und uns verschiedene Referenzobjekte, die der Stadt gehören, gezeigt und angeboten. Unter anderem das hier, welches einige von uns schon kannten. Das war im Jahr 1993, also auch nicht so lange nach der Wende. Hier war alles verwuchert und es gab noch eine Baracke, die wir dann eigenständig abgebaut haben und das Gebäude, was jetzt noch steht, entkernt. So hat sich dann Stück für Stück über die Jahre alles zu dem entwickelt, was es heute ist. Ja, das ist mal ein kurzer Abriss.

© Elisa Georgi

Magdeboogie: Was macht ihr, wenn ihr euch nicht hier im Hallenhausen trefft?

Udoh: Wir sind ganz normale, einfach bodenständige Typen. (alle lachen)

Ich weiß nicht, ob man es irgendwie den 90ern in die Schuhe schieben muss, dass wir vielleicht die erste Generation gewesen sind, die was erlebt hat, was so in der Form vorher noch nicht dagewesen ist. Und so das Ganze vielleicht noch mal mehr zu schätzen wusste, als die Generation danach eben. Ich sage immer, dass sind immer die Leute hier, mit denen man immer abhängt. Und es gab auch andere, die eben gekommen und wieder gegangen sind. Die Verantwortung liegt hier gerade bei einer Handvoll von Leuten, die das seit all den Jahren alles ehrenamtlich machen, in ihrer Freizeit mehr oder weniger nebenbei und die hier mit dem Herzen dabei sind. Eben wie ein zweites Zuhause!

Magdeboogie: Nun ist ein viertel Jahrhundert vorbei, was waren eure Highlights oder gab es vielleicht Momente, an die ihr gerne zurückdenkt?

Dende: Manchmal sind es einfach die Abende wie heute, an denen wir hier nur schön sitzen. Jede*r kann sich hier selbst verwirklichen, alles so machen wie er*sie möchte – natürlich alles unter gewissen Bedingungen.

Rodney:  Selbst Leute von uns haben hier ihre Hochzeit gefeiert, wirklich richtig schön mit Zirkuszelt und dann ist zum Teil auch schon die zweite Generation mit dabei gewesen.

Udoh: Genau, die haben sich hier kennen gelernt und dann hier auch geheiratet!

Ach auch für die Hip Hop Szene in Magdeburg.

Fehne: Was wir hier alles schon gemacht haben, da gab es auch 2 Jahre, in denen wir als Jugendclub bei der Basketballmannschaft mitgespielt haben. Da sind wir in den Verein eingetreten und haben eine neue Basketballabteilung aufgemacht.

Dende: Fußball ja auch, so bin ich ja hier hergekommen. Viele Spiele haben wir auch als Hallenhausen-Team gespielt.

Magdeboogie: Ihr habt erzählt, dass es diesen Ortswechsel gab. Gab es andere schwierige Zeiten oder Hürden, die euch in den Weg gelegt wurden?

Udoh: Auf jeden Fall! Es gab damals relativ am Anfang auch einen Nachbarn, der nebenan sein Häuschen hatte, vielleicht mehr eine Gartenlaube und zu Beginn auch sehr freundlich war. Er kam öfters rüber und hat gefragt, ob wir etwas brauchen oder wie wir vorankommen. Wir fanden den anfangs auch super knuffig, aber das war alles aufgesetztes Getue. Irgendwann ging es los, dann kam er nicht mehr selbst, sondern hat andere geschickt, um uns was auszurichten oder die Polizei gerufen, wenn hier auch nur kleinere Partys waren und es etwas lauter wurde. Lange Rede kurzer Sinn, es ging bis vors Gericht und das hier Behörden aufgetaucht sind mit Dezibel- Messgeräten und geguckt haben wie laut es hier ist. Aber er hat das ganze verloren damals und sein Grundstück mittlerweile auch verkauft und mittlerweile ist dort ein neuer Eigenheimbesitzer drauf und das war wohl das einzige, wo wir Probleme hatten und richtig lange dran knabbern mussten und damals auch die große Sorge hatten, was wenn all das, was wir uns aufgebaut haben, hier zunichte gemacht wird, weil hier was Offizielles passiert und es heißt, ihr dürft nicht mehr. Ein bisschen Sorge haben wir uns wegen der neuen Anwohner auf der anderen Seite gemacht, da die Häuser bei der 20- Jahresfeier noch nicht standen. Aber mit den meisten sind wir sehr dicke, sodass die Kinder von denen hier auch Geburtstag feiern oder mal rüber kommen zum Fußballspielen.

Fehne: Sonst halt eher Szenetechnisch. Wenn nen Haufen Nazis aufgetaucht ist. Früher war die Problematik rechts gegen links präsenter, wo du dir als junger Jugendlicher auch nicht wirklich zu helfen weißt.

Udoh: Das war richtig krass, da war in nem Garten hier vorne ne Party und ein paar von uns sind hin, weil sie neugierig waren. Schnell hat sich dann rausgestellt, dass die Leute dort ein wenig komisch waren. Wir haben die ein wenig gefoppt, weil da komische Ansichten kursierten. Dann meinten sie uns “Erbse” auf den Hals zu schicken, was wir halt lustig fanden. Jemand meinte dann, das wäre ein Skinhead aus Olvenstedt, aber wir haben uns nix dabei gedacht. Ein paar Tage später kam “Erbse” mit seinen Freund*innen auf den Hof, die eher aussahen wie Elefantenpopel, und einer meinte, er hätte ne Handgranate dabei, um den Chef zu markieren. Zum Glück haben wir es irgendwie hinbekommen, die Typen zu beruhigen. Danach hatten wir die regelmäßig bei uns auf dem Hof, weil die uns irgendwie lustig fanden und ihr eigener Treffpunkt in der Schwebe hing. Auch da hat dann Jürgen Genzmann vom Jugendamt einiges dafür getan, dass die uns in Ruhe lassen und sich nen anderen Aufenthaltsort suchen.

© Elisa Georgi

Magdeboogie: Viele Gruppen und Strukturen haben Nachwuchsprobleme aktuell. Wie geht ihr hier damit um? Ihr seid seit 25 Jahren dabei. Wie schafft ihr es, junge Leute hierherzulocken, die auch Lust haben, Verantwortung zu übernehmen und eure Ideen bzw. den Laden weiterzuführen?

Fehne: Verantwortung ist immer ein schwieriges Thema. Herkriegen ist erst einmal das eine. Über Sportvereine kriegst du viele, z.B. wenn sie eine Feier ausrichten wollen. Wir sind ein Ort, wo draußen gesessen, gegrillt und Ball gespielt werden kann. Ich bin Handballtrainer hier in der Gegend und mache mit meinen Jungs viel. Da bleiben manchmal ein paar länger und gucken, was hier passiert. Weils so szeneintensiv ist, ist es immer relativ schwierig.

Dende: Es ist ein Vorteil. Schmero und Jay die haben Bock hier auf die Sachen. Das ist ähnlich wie bei mir. Ich kam eigentlich auch über Fußball bzw. Sport hierher. Für mich hat das ganz viel mit Hip Hop- Kultur zu tun. Das ist bei den produktiven Jungs, die jetzt hier sind, der ausschlaggebende Punkt, warum die hier was machen wollen. Ich bin Anfang, ihr seid Ende 30. Als ich vor 7 bzw. 8 Jahren hier einigermaßen angekommen bin, fand ich das cool, mit älteren Hip Hoppern abzuhängen, mit denen ich genauso abhängen kann, wie mit den Kumpels in meinem Alter.

 

Udoh: Die Szene in Magdeburg ist verhältnismäßig nicht so riesig, deshalb hat dieses Hip Hop- Ding dafür Sorge getragen, dass wir überleben. Wir haben stets versucht, was zu bieten. Im Laufe der Jahre gab es regelmäßig Veranstaltungen, die wir mit Absicht nicht groß aufgezogen haben, weil wir das nicht leisten konnten. Es hat auf einem gewissen Level funktioniert, das wir mitunter toppen konnten, aber wir haben auch versucht, kleine Sachen umzusetzen. Solche Geschichten wie “Open Mic”, wo wir ein Mikrofon zur Verfügung gestellt, Beats angemacht und dann einfach zum Freestylen eingeladen haben. Da waren viele dabei, die da Erfahrung hatten und gewisse Bekanntheit erreicht haben sowie andere, die sich davon inspirieren ließen oder sich das einfach nur angehört haben, um das zu zelebrieren, weil sie es auch cool finden. Genauso ist es mit den anderen Sachen auch. Es ging immer um Musik. Damals mehr als heute ging es um Breakdance. Was uns betrifft, ist das leider ein bisschen ausgestorben, aber es gibt dennoch in Magdeburg viele andere, die das machen. Graffiti ist immer ein Riesending gewesen. Wir hoffen, dass wir unsere Wand noch fertig bekommen, vor der Jubiläumsfeier. Poke hat in der Mitte noch nen kleinen Part vor sich. Das alles hat immer die Leute hier hergetrieben. Viele von denen, die geblieben sind, haben sich dann in den Kreis miteingebracht und konnten mit ihrer eigenen Kreativität hier punkten.

Udoh: Seid ca. einem Jahr haben auch die jüngsten entsprechende Verantwortung. Schmero und Jey machen jeden Mittwoch ihr eigenes Ding und gestalten den Abend. Da kommen dann viele aus deren Freundes- und Alterskreis um Musik zu machen und zu hören. Basketball, Kicker, Tischtennis spielen usw.

Rodney: Noch was zu Schmero und Jey:

Als die noch nicht Teil von Hallenhausen waren, sind die öfter zu Partys und Konzerten hier gewesen. Irgendwann fragte Schmero, wann wir mal wieder was veranstalten. Ich konnte ihm nichts genaues sagen und meinte dann, ob er sich nicht mal um ein Programm kümmern will. So hat es angefangen, dass sie hergekommen sind, weil sie selber hier ein Konzert veranstaltet haben. Das hat wirklich gut geklappt. Ein paar organisatorische Sachen wurden mit uns abgesprochen, aber sonst haben die alles selber gemacht. Das hieß, glaub ich: Beats & Butter. Das war ein cooles Konzert mit mehreren Gruppen und seitdem hat sich das aufgebaut. Müsst ihr mal mittwochs vorbeikommen. Da sind dann fast 50 junge Leute auf dem Hof. Das ist schon ungewöhnlich. Das ist schön und haut hin.

Magdeboogie: Am Wochenende feiert ihr eure 25- Jahrfeier und ihr habt ein richtig dickes Line- Up geplant. Was war euch dabei wichtig?

Udoh: Wir haben immer fettes Line- Up! 😉

Magdeboogie: Wer kommt am Wochenende?

Rodney: Wir haben uns überlegt, worauf wir Lust haben und dann, was möglich ist. Ist ja auch alles eine Frage der Kosten. Bei dem amerikanischen Act Bahamadia haben wir mit Sabotage- Booking aus Berlin zusammengearbeitet. Wir hatten schon etliche Künstler von denen hier. Da bekommen wir gute Musiker*innen für einen angemessenen Preis. Wir haben uns für  Bahamadia entschieden, weil da eine Live- Band dabei ist, was das Ganze noch ein bisschen spannender macht, als bloß ein MC und ein DJ, auch so vom Feeling her. Außerdem lief es auch in den 90ern oder heutzutage noch ab und zu. Dadurch ist das eine coole Sache. T9,  weil es einfach befreundete Leute sind, die immer gern herkommen. Die sind ja eh lange in Magdeburg gewesen. Die Forcki9ers sind wieder dabei, die hatten wir schonmal hier zu einem Konzert, wo es aber lange gedauert hatte, bis sie endlich auftreten konnten, weil sich der Zeitplan verschoben hat. Dann waren sie erst gegen 1 Uhr auf der Bühne und das geht hier nicht, dass ein Act bis 3 Uhr spielt. Weil das zu laut ist, können wir uns das hier nicht leisten. Auf jeden Fall mussten wir das Konzert damals nach dem Auftauchen der Polizei abbrechen und deswegen haben wir versprochen, dass wir die Leute nochmal einladen, weil wir drauf Bock hatten und die ziehen dann hier endlich eine richtige Show durch. Der Gut- Mänsch- Clan ergänzt das Line- Up als lokale Kraft.

Magdeboogie: Ich hab mich sehr darüber gefreut, dass ihr einen Female- Mainact eingeladen habt. Das war jetzt aber nicht euer Credo, sondern es hat sich so ergeben?

Rodney: Da haben wir nicht explizit drauf geachtet.

Udoh: Das ist etwas, was für die letzten 25 Jahre gilt. Wir haben immer geschaut, was wir gestemmt bekommen finanziell, was passt und was passt uns. Womit lassen sich die Leute erreichen und es musste bezogen auf diesen Ort auch verrückt genug sein. Vor ein paar Monaten im März hatten wir MC Rene hier aus Braunschweig, der bekannt ist, der genauso lang, wie wir unterwegs ist, seine Mukke macht. Der hat schon viel gesehen und dann kommt der nach 25 Jahren in so einen Klub hier und ist sofort boogie mit uns, weil der das cool findet, dass das so einzigartig, simpel, klassisch abläuft ohne riesiges Tamtam drumherum. Hier ist es real, nicht fake. Auch bei den amerikanischen Acts, die in den letzten Jahren hier gewesen sind, z.B.  RA The Rugged Men ( ein New Yorker Rapper mit deutschen Wurzeln ), M.E.D., Rasco oder bei dem Female-Act La Melodia aus den Niederlanden im Jahr 2005, das war auch superfett.

Da ist ist ein kleines bisschen Selbstverliebtheit, die ich mir (uns) nach all den Jahren zugestehe, wenn ein Marteria aka Marsimoto auf seinem letzten Konzert seiner Tour in Magdeburg an Hallenhausen erinnert und seinem Publikum mitgibt, dass er hier eins seiner ersten Konzerte außerhalb von Berlin und Rostock gespielt hat und er das immer noch auf dem Schirm hat. Das geht einem schon runter wie Öl. Dann beschleicht einen das Gefühl, nicht alles falsch gemacht zu haben. Es scheint den Leuten gefallen zu haben, bei ihnen hängen geblieben zu sein. Das ist der Antrieb, den wir uns immer versucht haben, zu geben und den wir versuchen, für unsere Nachfolger*innen aufrecht zu erhalten.

Magdeboogie: In die Zukunft geguckt: Was wünscht ihr euch für die nächsten 25 Jahre fürs Hallenhausen?

Udoh: Dass mein Sohn hier mit seinen Kumpel*innen und allen anderen Kindern, Jugendlichen, coolen Leuten eine Plattform findet. Dass die Menschen einen Anlaufpunkt haben, wo sie das Gefühl haben, unter Menschen zu sein, mit ähnlichen Vorstellungen.

Rodney: Ich möchte auch mit 60 noch hierher gehen können, und ein Bier trinken.

Magdeboogie: Habt ihr noch was, das ihr gern sagen wollt?

Das Hallenhausen lässt sich schwer beschreiben. Kommt selber her, tut euch das an, bleibt ein oder zwei Stunden hier, um es zu erleben.

© Elisa Georgi

Magdeboogie: Wie können die Leute Teil dieses Projektes werden?

Rodney: Einfach herkommen. Jeden Abend ab 19 Uhr, am Wochenende ab 20 Uhr.

Udoh: Es ist ja oftmals das Verrückte, wenn sich solche Fragen stellen. Vor ein paar Wochen waren zwei Kids hier, die erst hinterm Pavillon gesessen und gezeichnet haben. Dann sind sie reingegangen und haben Tischtennis gespielt. Irgendwann kamen sie zu mir an und haben mich gefragt: “Können wir hier grillen?” “Kein Thema. Grill steht in der Ecke.” Hab ich ihnen gezeigt, wo sie alles finden. Dann sind sie los, um Essen zu holen und haben dann den Grill angeschmissen.

Sie haben der Musik und unseren Gesprächen gelauscht, selbst mitgequasselt.

Einfach herkommen und machen, dafür ist das hier gedacht!

© Elisa Georgi

 

 

About Nadia Boltes

Nadia hat schon in der 7. Klasse Partytipps per SMS an alle ihre Freund*innen verschickt. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Drahtesel durch die Stadt radelt, um die nächsten Hotspots zu entdecken, trifft und interviewt sie für uns regelmäßig interessante Magdeburger*innen in spannenden Stadtteilen. Als Redaktionsmama hat sie immer ein offenes Ohr und eine (äußerst bequeme) Schulter zum anlehnen. Wäre sie nicht zufällig in Magdeboogie gelandet, würde sie entweder als UN-Frauenbotschafterin die Welt bereisen oder eine GIF-Website betreiben.

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